Schrittweise Anhebung gescheitert

Keine Einigung über Mindestlohn in Taxibranche

Frankfurt/Main - Die Verhandlungen über den ersten bundesweiten Tarifvertrag der Taxibranche sind nach nur einem Verhandlungstag gescheitert.

Die Gewerkschaft Verdi habe sie nach nur einem Verhandlungstag für gescheitert erklärt, teilte der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP am Samstagabend in Frankfurt am Main mit. Ziel war es, die Einführung des allgemeinen Mindestlohns für die rund 200.000 Fahrer im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu verzögern, wie der Verband vor Verhandlungsbeginn erklärt hatte. Die bei rund 6,50 Euro liegenden Stundenlöhne sollten nicht bereits zu Beginn kommenden Jahres auf 8,50 Euro erhöht werden, sondern in zwei Stufen bis spätestens 2017.

Verdi habe auf der Einführung einer 40-Stunden-Woche und technischer Kontrollgeräte bestanden, erklärte der Arbeitgeberverband. „Statt einer schrittweisen Annäherung an den Mindestlohn, signalisiert Verdi zwar in der reinen Lohnhöhe bis 2017 Zugeständnisse, gleichwohl werden Zusatzbelastungen ultimativ gefordert, die in Summe unsere Unternehmen bereits ab Januar 2015 deutlich über dem Mindestlohn belasten würden.“ Nun drohe der Wegfall von rund 50 000 Jobs.

dpa

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