Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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Verjährungsfrist zwingt geprellte Fehl-Anleger zum Handeln

- Die Uhr läuft: Anleger, die nach dem Kauf von Wertpapieren zu Börsenboomzeiten Verluste erlitten und sich damals falsch beraten oder irregeführt fühlten, müssen sich sputen. Die Verjährungsfrist für solche Fälle beträgt nur drei Jahre. Wer 1999 fehlinvestierte und jetzt noch Schadenersatzforderungen gegen seine Bank oder eine Firma geltend machen will, kommt schon zu spät.

<P>Steht die Verjährung erst kurz bevor, gibt es eine letzte Hoffnung auf Verlängerung: Die "Hemmung", wie die Verbraucherzentrale Sachsen erläutert: Die Frist, die mit der fehlerhaften Beratung oder dem Kauf von Aktien, Fonds oder auch Anleihen zu laufen beginnt, kann vorübergehend angehalten werden. Wer aktuell also bereits mit seinem Institut über eine Entschädigung verhandelt, sollte den juristischen Kniff nutzen und versuchen, die Uhr zum Stehen zu bringen.<BR><BR>Für geschädigte Privatanleger, die auf den letzten Drücker Ansprüche anmelden, gilt das Gleiche, wie Peter Grieble, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, betont. Sie alle sollten das Geldhaus auffordern, den Verzicht auf die "Einrede der Verjährung" schriftlich zu erklären. Eine persönliche Anfrage des Anlegers genügt. Kosten: keine.<BR>Auch Prospekthaftungsansprüche gegenüber Fondsgesellschaften verjähren nach drei Jahren. "Die Chancen sind Erfolg versprechend", ermutigt Grieble zum Handeln. Banken seien grundsätzlich daran interessiert, die Problematik der Falschberatung gütlich zu regeln. Ein Geldinstitut sei an einem Prozess-Rummel nicht sehr interessiert.<BR><BR>Die Hemmung auf den letzten Drücker</P><P>Ist die Bank kooperativ, gewinnt der Anleger Zeit: zum Verhandeln, zum Überlegen, ob er ein mögliches Entschädigungsangebot akzeptiert, einen Prozess wagt oder doch alles auf sich beruhen lässt.<BR>Das Paradebeispiel, dass der Kniff klappt, hätten hunderte Telekom-Aktionäre geliefert, die auf den letzten Drücker eine Hemmung erreichten, erzählt Grieble.<BR><BR>Wichtig ist allerdings in allen Fällen die Beweislage. Man sollte schon etwas in der Hand haben, um nachzuweisen, dass man damals klipp und klar ein risikoarmes Investment wollte und riskante Branchenfonds oder Einzelaktien empfohlen bekam, betont Grieble. Schriftliche Unterlagen sind dafür nicht unbedingt notwendig. Glück hat, wer beim Beratungsgespräch oder Kauf einen Zeugen dabeihatte. Selbst alte Hasen bei Wertpapiergeschäften hätten Chancen, sich gegen riskante Kaufempfehlungen zur Wehr zu setzen. Die Anforderungen an die Beweislage von Leuten, die schon öfter mit Aktien zu tun hatten, werden natürlich höher sein als die von völlig unerfahrenen Sparern, meint der Finanzexperte.<BR><BR>Kunden von Direkt- und Internetbanken haben dagegen so gut wie keine Aussichten auf Erfolg, wenn sie diesen Weg beschreiten. Dort gibt es normalerweise keine Beratung beim Investment.<BR>Will eine Bank trotz stichhaltiger Argumente partout nicht kooperieren, bleibt nur, die Verjährungsuhr durch ein außergerichtliches oder gerichtliches Verfahren zu stoppen. Anlegern, bei denen die Zeit drängt, sollten in jedem Fall nicht voreilig resignieren und zu früh die Flinte ins Korn werfen. Die Erfolgschancen, die man gegen eine Bank hat, sind sehr viel höher als die gegen eine Einzelfirma wie Telekom oder Comroad, betont Grieble.<BR><BR>Verbraucherzentralen könnten in jedem Fall eine Einschätzung der Lage sowie professionellen Rat geben. Ist die Summe, um die gestritten wird, recht hoch, sei es oft sogar am sichersten, gleich einen Anwalt einzuschalten.<BR></P>

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