MAN verkauft SMS an Gründer-Familie Weiss

- München/Düsseldorf - Der MAN-Konzern verkauft seine Mehrheitsbeteiligung am Anlagenbauer SMS an die Gründer-Familie Weiss. Durch den Verkauf erziele MAN einen "respektablen Buchgewinn", sagte ein MAN-Sprecher in München. Nach Schätzung in Branchenkreisen liegt er deutlich unter 500 Millionen Euro. SMS in Düsseldorf setzte zuletzt zwei Milliarden Euro um und hat in den vergangenen Jahren kaum Geld verdient. SMS ist Weltmarktführer im hüttentechnischen Anlagenbau.

<P>MAN hielt bisher 51 Prozent der Anteile und die Hälfte der Stimmrechte. Auch auf Grund dieser Konstruktion wollten sich die Münchner schon länger von der Beteiligung trennen. Wegen der starken Rolle der Familie Weiss, die künftig alle Anteile hält, wäre ein Verkauf an einen externen Interessenten schwierig gewesen.</P><P>Der Verkauf wird in zwei Schritten abgewickelt. Zunächst übernimmt Weiss rückwirkend zum 1. Oktober die Hälfte der MAN-Anteile. Damit scheidet SMS aus dem MAN-Konzernverbund aus und wird nur noch bei der Gruppe Siemag-Weiss konsolidiert. Später wird Weiss dann auch noch die restlichen Anteile kaufen. Für die Mitarbeiter werde sich nichts ändern, sagte der MAN-Sprecher.</P><P>SMS verfügte laut MAN zuletzt über eine Netto-Liquidität von gut 750 Millionen Euro. Dem stünden aber 400 Millionen Euro an Pensionsrückstellungen gegenüber, die Weiss mit übernimmt. Der Netto-Abfluss liege somit bei etwa 350 Millionen Euro. Die Umsatzrendite bei MAN dürfte sich verbessern, da SMS kein Geld verdiente. Die MAN-Aktie stieg leicht auf 22,95 Euro.<BR></P>

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