Eon verkauft 150 000 Wohnungen an Investoren

- Düsseldorf - Die größte deutsche Wohnungsgesellschaft Viterra wird vom Energieriesen Eon für 7 Milliarden Euro an einen ihrer Konkurrenten verkauft. Erwerber ist die Deutsche Annington Immobilien Gruppe, hinter der das britische Beteiligungsunternehmen Terra Firma und die Immobilieninvestmentsparte der Citigroup (CPI) stehen.

<P class=MsoNormal>Die Deutsche Annington hat nach Angaben von Eon die "Freiwillige Selbstverpflichtung" von Viterra zu sozialverträglichen Wohnungsprivatisierungen anerkannt.</P><P class=MsoNormal>Deutschlands führender Energiekonzern erwartet aus dem Verkauf von Viterra im laufenden Geschäftsjahr rund 2,4 Milliarden Euro Gewinn. Der Düsseldorfer Konzern geht deshalb nunmehr davon aus, dass der Jahresüberschuss 2005 erheblich steigen wird. </P><P class=MsoNormal>Der Wohnungsbestand von Viterra liegt überwiegend in Norddeutschland. Doch mehrere tausend Wohnungen der Viterra-Tochter Deutschbau liegen in Bayern.</P><P class=MsoNormal>Die Transaktion soll bis Juli 2005 vollzogen werden. "Der Verkauf von Viterra an die Deutsche Annington ist eine ausgezeichnete Lösung für alle Beteiligten", betonte Konzernchef Wulf Bernotat. Eon erziele einen attraktiven Kaufpreis. </P><P class=MsoNormal>Die Viterra-Mitarbeiter haben nach Bernotats Worten eine verlässliche Perspektive unter Wahrung ihrer arbeitsvertraglichen Rechte bei einem in der deutschen Wohnungswirtschaft erfahrenen neuen Eigentümer. Und die Viterra-Mieter könnten auf die Fortführung der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" vertrauen, unterstrich er.</P><P class=MsoNormal>Viterra erzielte 2004 mit rund 1600 Mitarbeitern einen Umsatz von 988 Millionen Euro und einen Überschuss von 297,7 Millionen Euro. Das Essener Unternehmen bewirtschafte aktuell rund 150 000 Wohnungen. Außerdem würden Büroimmobilien und Eigentumswohnungen entwickelt. Im Kerngeschäft Wohnimmobilien vermietet beziehungsweise verkauft Viterra bundesweit Wohnungen und Häuser. Dabei verfolgt das Unternehmen nach eigenen Angaben eine erfolgreiche Handelsstrategie: der Ankauf privatisierungsfähiger Wohnungsbestände, deren wertsteigernde Bewirtschaftung sowie deren profitabler Verkauf. Die regionalen Schwerpunkte von Viterra liegen im Ruhrgebiet und im Rhein-Main-Raum.</P><P class=MsoNormal>Terra Firma ist ein Private-Equity-Unternehmen. Geschäftsführer David Pascall lobte Viterra als "exzellentes Unternehmen". "Terra Firma und CPI sind erfahrene langfristige Investoren und wir sehen ein großes Wachstumspotenzial für die neue Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren."</P><P class=MsoNormal>Das Transaktionsvolumen von rund 7 Milliarden Euro beinhaltet laut einer Eon-Mitteilung den Kaufpreis für das Eigenkapital in Höhe von rund 4 Milliarden Euro sowie die vom Käufer zu übernehmenden Nettofinanzschulden und Rückstellungen von insgesamt rund 3 Milliarden Euro.</P>

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