Der Dax verliert ein Gründungsmitglied

- Die Börsen-Familie im Deutschen Aktienindex Dax verliert heute ein prominentes Mitglied. Die HypoVereinsbank muss nach der Übernahme durch die italienische Unicredit ihren Platz räumen. Das zweitgrößte börsennotierte Kreditinstitut war über die Vorgängerinstitute Vereinsbank und Hypo-Bank Gründungsmitglied im Dax im Jahr 1987. Als Nachrücker steht die Hypo Real Estate bereit. Die HypoVereinsbank wird künftig im M-Dax notiert.

Bei der HypoVereinsbank sieht man den Abschied unsentimental. Es sei immer klar gewesen, dass der Platz im Dax nach der Übernahme wegen des geringen Streubesitzes nicht zu halten ist, heißt es. Eine Mitgliedschaft im Dax habe zudem nur begrenzte Vorteile gegenüber dem M-Dax, sagte Metehen Sen, Banken-Spezialist bei Sal. Openheim. So seien bezogen auf den Gewinn die M-Dax-Unternehmen derzeit etwas höher bewertet als die Firmen im obersten Börsensegment. "Jetzt wird es ruhiger werden", sagt ein anderer Finanzexperte. Die HypoVereinsbank werde als M-Dax-Wert künftig weniger beachtet.

Mit dem Ausscheiden der HVB schrumpft der Kreis der Gründungsmitglieder im Dax weiter. Als der Index am 30. Dezember 1987 erstmals erstellt wurde, standen noch Namen wie Deutsche Babcock, Mannesmann oder Nixdorf auf der Liste. Einige der Namen gibt es heute nach Übernahmen gar nicht mehr, andere sind ebenfalls in den M-Dax abgestiegen. Rund ein Dutzend der 30 Gründer sind nicht mehr dabei.

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