Verlorenes Gefühl für Schnäppchen

- München - Auch der letzte Tag des Winterschlussverkaufs (WSV) hat die bayerischen Einzelhändler enttäuscht. Der Kundenansturm sei wie in den zwei vorangegangenen Wochen mager und kraftlos gewesen, sagte Bernd Ohlmann, Sprecher des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels. Trotz massiver Preisnachlässe bis zu 70 Prozent konnten nach Angaben des Verbandes nur wenige Kunden in die Geschäfte gelockt werden. Kaufzurückhaltung und ruinöse Rabattschlachten drückten die Umsätze unter das Vorjahresniveau.

<P>"Die Verkäufe sind deutlich hinter den früheren Jahren zurückgeblieben", sagte auch der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. Die wochenlangen Sonderaktionen hätten zu Rabattmüdigkeit geführt. "Die Verbraucher haben das Gefühl dafür verloren, was ein normaler Preis und was ein Schnäppchen ist." Der Winterschlussverkauf war voraussichtlich der letzte seiner Art. Im Frühjahr soll die Neuregelung des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb in Kraft treten. Danach sollen die Händler künftig selber bestimmen, wann sie ihre Lager räumen. Der Branchenverband BAG begrüßt das Ende der Schlussverkäufe nach alten Regeln.</P>

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