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Vermögensaufbau für Kleinsparer: Mit wenig Geld Rücklagen schaffen

- Berufseinsteiger, Studenten oder junge Familien haben am Ende des Monats selten viel Geld übrig. Dennoch müssen auch sie versuchen, etwas anzusparen für den Notfall, für Anschaffungen und für die Zukunft. Gerade wer mit wenig Geld auskommen muss, sollte darauf achten, es möglichst gewinnbringend zur Seite zu legen.

<P>"An erster Stelle sollte die Liquiditätsbildung stehen", sagt Dietmar Vogelsang vom Verband unabhängiger Finanzberater AIFP. Das Ziel sollte eine sichere Rücklage sein, die für den Sparer jederzeit ohne Verluste erreichbar ist. Wenn zum Beispiel die Waschmaschine oder das Auto kaputtgeht, muss das Geld schnell verfügbar sein. </P><P>Tagesgeldkonto sorgt für Flexibilität</P><P>Für die so genannte Liquiditätsreserve empfiehlt Sylvia Gensler von Gensler und Partner in München ein Tagesgeldkonto, zum Beispiel bei der BMW-Bank oder ein Festgeldkonto, wie es jede Bank anbietet. Ob man ein oder zwei Monatseinkommen als Reserve bereithält, sollte man je nach individueller Befindlichkeit entscheiden.</P><P>Dann sollte man sich zuerst genau überlegen, wie lange und worauf man sparen möchte: "Möchten Sie Ihre 50 Euro im Monat fürs Alter zurücklegen oder für ein neues Auto sparen?" Für die langfristige Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau rät sie gerade jungen Menschen zu einem ganz breit gestreuten internationalen Investmentfonds ohne Rentenanteil. "Je länger Zeit zur Verfügung steht, umso geringer ist das Risiko", sagt Gensler.</P><P>Das klassische Sparbuch habe weitgehend ausgedient. "Die hier üblichen 1,5 Prozent Zinsen gleichen noch nicht einmal die Inflationsrate aus", sagt Michael Huber, Leiter der Kundenberatung des Vermögenszentrums München. Die Experten raten vor allem zu Tagesgeldkonten und Ansparplänen. "Tagesgeld bringt mir im Schnitt schon einmal 2,5 Prozent Zinsen und ist täglich ohne Verluste verfügbar", sagt Huber. Bisweilen gebe es bei den Banken aber auch besondere "Marketingaktionen", bei denen für kurze Zeit zwischen 3 und 4 Prozent geboten werden. </P><P>Auf ein solches Konto sollten Kleinsparer laut Huber zunächst so lange einzahlen, bis sie drei bis sechs Monatsgehälter zusammenhaben. Anschaffungen sollten erst in Erwägung gezogen werden, wenn darüber hinaus Geld da ist, rät Huber. Für den Vermögensaufbau am Anfang eignen sich aber auch Produkte, die bei den Banken in der Regel "Ansparpläne" oder "Ratensparverträge" heißen. Sie bieten solide, zugesicherte Zinsen von durchschnittlich 2,25 Prozent, so die Experten. Außerdem könne der Anleger jederzeit über Teilbeträge verfügen, ohne Zinsen zu verlieren. Das Abheben von bis zu 2000 Euro pro Kalendermonat ist meist ohne Verluste möglich.</P><P>Geldmarktfonds bringen bis zu 4 Prozent</P><P>Nach demselben Prinzip funktionieren Fonds-Sparverträge. Sie erfordern in der Regel einen monatlichen Mindestbeitrag von 50 Euro, und es fällt ein Ausgabeaufschlag von zirka 5 Prozent an. Dafür bieten sie aber die Chance auf höhere Erträge. Da die Rendite aber von der Lage an den Aktienmärkten abhängt, sind Wertschwankungen möglich. Matthias Helfesrieder, unabhängiger Finanzberater, rät auch zu Ansparverträgen in kostengünstigen Geldmarktfonds. Beides kann bis zu 4 Prozent Zinsen bringen.</P><P>Mittelfristig kommen auch Bundeswertpapiere in Frage. Bundesschatzbriefe haben je nach Typ eine Laufzeit von sechs oder sieben Jahren und bringen einen jährlich steigenden Zins, der derzeit laut Bundeswertpapierverwaltung am Ende bei bis zu 5,5 Prozent liegen kann.</P><P>Vorsichtig sollten Kleinsparer bei spekulativen Produkten und solchen mit langer Laufzeit sein. Fonds und Lebensversicherungen eigneten sich kurzfristig schlecht für Kleinsparer. Bei Lebensversicherungen sei die Verzinsung in den ersten Jahren niedrig, und bei vorzeitiger Vertragskündigung würden die Zinsen geschmälert. Bei Fonds mindern Ausgabe- und Verwaltungsgebühren in den ersten Jahren die Rendite.</P>

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