Verrat bei BMW: Staatsanwalt ermittelt

- München - Im BMW-Konzern gibt es möglicherweise eine undichte Stelle. Es geht um die Weitergabe von Informationen über Automodelle der Zukunft, die in der Fachzeitschrift "Auto, Motor, Sport" in Text- wie Fotoform veröffentlicht wurden, berichtet die Münchner "tz". Der Konzern hat daraufhin die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, bestätigte BMW-Sprecherin Martina Hatzl auf Anfrage unserer Zeitung. Die Behörde sei jetzt tätig geworden.

<P>Die Staatsanwaltschaft Stuttgart habe am 14. Oktober Privatwohnungen und Arbeitsplätze von BMW-Mitarbeitern durchsucht und Datenträger und Computer beschlagnahmt, bestätigte die Stuttgarter Staatsanwältin Tomke Beddies dem Blatt. Nähere Angaben machte sie nicht. BMW will zum Stand der Ermittlungen keine Stellung nehmen, das sei Sache der Staatsanwaltschaft. "Uns geht es darum, dass die in Ruhe ermitteln kann", sagte Hatzl.</P><P>Auf sechs Hochglanzseiten seien in der im Mercedes-Land Stuttgart erscheinenden Zeitschrift geheime Zukunftsvisionen aus der BMW-Ideenschmiede veröffentlicht worden. Darunter Modelle, die erst im Jahr 2008 auf den Markt kommen sollen. Ein nicht näher bezeichneter "BMW-Insider" soll auch über ein geplantes Allzweck-Modell berichtet haben. Insgesamt soll es sich bei dem Geheimnisverrat um ein Entwicklungsvolumen von 300 Millionen Euro handeln, berichtet die "tz".</P><P>Unter welchen Umständen die Computer-Animationen in die Öffentlichkeit gelangt seien, sei unklar. Einerseits könnte sie von einem BMW-Mitarbeiter kopiert worden sein, möglich sei aber auch, dass es sich um einen externen Industriespion handelt, mutmaßt die "tz".</P>

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