Verschiebung des Postbank-Verkaufs wahrscheinlich

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Bonn (dpa) - Bei der Postbank verdichten sich nach Medienberichten derzeit die Anzeichen für eine Verschiebung des geplanten Verkaufs. So zitierte das "Handelsblatt" Regierungskreise mit der Aussage, dass der Verkauf angesichts des schlechten Marktumfeldes immer unwahrscheinlicher werde.

Wenn es nicht gelinge, einen akzeptablen Preis zu erzielen, werde der Verkauf verschoben, bis sich das Marktumfeld wieder verbessert habe. Die "Financial Times Deutschland" berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, Deutsche- Post-Chef Frank Appel werde den Verkaufsprozess für die Banktochter in der kommenden Woche stoppen.

Die Deutsche Post, Mehrheitseigner der Postbank, schweigt weiterhin zum Stand der Verkaufsverhandlungen. "Wir prüfen verschiedene Optionen hinsichtlich der Zukunft der Postbank", sagte eine Sprecherin in Bonn. Die Post tue dies allerdings ergebnisoffen und ohne jeglichen Zeitdruck.

Zugleich kämpft die Post laut "FTD" weiter mit Problemen in den USA. Das ohnehin verlustreiche Expressgeschäft in Nordamerika entwickele sich noch schlechter als ursprünglich erwartet. Dies verzögere die Kooperationsverhandlungen mit dem Konkurrenten UPS. Das führte nach Angaben von Händlern dazu, dass die Post-Aktie am Donnerstag Kursverluste hinnehmen musste und zu den schwächsten DAX- Titeln gehörte.

Dem Bericht zufolge bereitet Post-Chef Frank Appel weitere Sanierungsschritte in den USA vor. Der Sanierungszeitplan für das DHL-Geschäft in den USA dürfte sich um gut acht Wochen verschieben. Ursprünglich habe der Post-Chef spätestens Ende August den Kooperationsvertrag mit UPS unterzeichnen wollen. Der Konkurrent soll ab Januar 2009 in den USA sämtliche Expressgüter und Pakete der Post- Tochter DHL per Flugzeug transportieren. Ein Grund für den Zeitverzug sei, dass Appel sich noch viel stärker als bislang bekannt aus Nordamerika zurückziehen wolle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise.

Eine Post-Sprecherin sagte dazu, einen festen Zeitplan habe es nie gegeben, da die Post erst 2009 mit der Kooperation anfangen werde. Bei einem Restrukturierungsplan gebe es natürlich immer Stellschrauben, um flexibel zu bleiben.

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