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Die Franzosen reihten sich in einen Trend ein, nur noch auf ökologisch und ethisch tragbare Geschäfte zu setzen. Foto: Oliver Berg

Versicherer Axa will keine Tabakkonzerne finanzieren

Paris (dpa) - Der französische Versicherer Axa will sich nicht mehr an der Finanzierung der Tabakindustrie beteiligen und schlägt entsprechende Aktienpakete los.

Insgesamt gehe es um Beteiligungen im Wert von rund 200 Millionen Euro und Anleihen über etwa 1,6 Milliarden Euro, kündigte der neue Axa-Chef Thomas Buberl in Paris an. "Tabak tötet pro Jahr heute sechs Millionen Menschen, und bis 2030 dürften es acht Millionen sein", begründete das Management die Entscheidung. Als privater Krankenversicherer sehe Axa keinen Sinn darin, weiterhin in die Tabakindustrie zu investieren.

Seine Anteile will Axa nun umgehend veräußern. Anleihen für die Branche will der Versicherer auslaufen lassen und der Tabakbranche kein frisches Geld mehr leihen. "Die Entscheidung kostet uns etwas", räumte Buberl ein. Aber angesichts der Schäden, die Tabak an den Menschen anrichte, wolle Axa Teil der Lösung sein. Er hoffe, dass andere Versicherer dem Beispiel folgten.

Im November hatte der deutsche Axa-Rivale Allianz angekündigt, nicht mehr in Bergbau- und Energieunternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Energieerzeugung aus Kohle erzielen. Die Münchner reihten sich damit in einen Trend ein, nur noch auf ökologisch und ethisch tragbare Geschäfte zu setzen. Ähnliches beschlossen der Familienfonds der US-Öldynastie Rockefeller oder der staatliche norwegische Pensionsfonds. Die sogenannte Divestment-Bewegung hat auch bei einigen Banken Einzug erhalten.

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