Versicherungskammer: Finanzkrise "gut verkraftet" - mehr Einnahmen

München - Die Versicherungskammer Bayern hat die Finanzkrise nach eigenem Bekunden bisher gut verkraftet. Grund sei vor allem die zurückhaltende Anlagepolitik des Unternehmens.

Die Versicherungskammer Bayern hat die Finanzkrise nach eigenem Bekunden bisher gut verkraftet. Grund sei vor allem die zurückhaltende Anlagepolitik des Unternehmens, teilte die Versicherungskammer am Montag in München mit. So lägen zum Beispiel keine der riskanten Hypothekenanleihen (subprime) oder Papiere der Pleite gegangenen Investmentbank Lehman Brothers im Portfolio. Den Bestand an konventionellen Aktien reduzierte der Konzern in der Krise aber deutlich. Er sank von 9 auf 1,5 Prozent des Gesamtanlagevolumens von gut 34 Milliarden Euro. Zur Höhe möglicher Buchverluste durch den Ausstieg machte ein Sprecher auf Anfrage keine Angaben. "Wir sind hauptsächlich in Festgelder gegangen."

Auch das Tagesgeschäft verlief weitgehend störungsfrei. Die Beitragseinnahmen der Versicherungskammer stiegen 2008 nach vorläufigen Berechnungen von 5,66 Milliarden Euro im Vorjahr auf 5,89 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Plus von gut vier Prozent. Zuwächse gab es dabei in allen drei Geschäftsbereichen. In der Krankenversicherung stiegen die Bruttobeiträge um 3,4 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Versicherten bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse, der Union Krankenversicherung und der BBV Krankenversicherung kletterte um rund 80 000 auf 2,7 Millionen.

Im Schaden- und Unfallgeschäft registrierte die Versicherungskammer einen Zuwachs von drei Prozent auf ebenfalls gut 1,8 Milliarden Euro bei den Beiträgen. Die Schaden-Kosten-Quote, also das Verhältnis von Zahlungen und Beitragseinnahmen lag bei 95 Prozent. Rund lief es vor allem im Geschäft mit Lebensversicherungen. Hier kletterten die Prämieneinnahmen um fünf Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro. Gestiegen sei vor allem die Nachfrage nach kapitalmarktorientierten Produkten wie fondsgebundenen Rentenversicherungen, hieß es.

dpa

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