Versicherungskammer wächst ohne Abbau

- München - Die Versicherungskammer Bayern will ihr Wachstumstempo auch in diesem Jahr ohne Personalabbau fortsetzen. Zwar seien die Kosten auch für die Versicherungskammer Bayern ein Thema, sagte Vorstandschef Friedrich Schubring-Giese in München. Aber der Konzern brauche das Personal, um das Wachstum zu halten. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Beschäftigten leicht auf knapp 6400 gestiegen.

Im vergangenen Jahr steigerte die Versicherungskammer Bayern die Beitragseinnahmen trotz eines deutlichen Rückgangs im Lebensversicherungsgeschäft um 3,6 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss kletterte um rund 21 Prozent auf 90,2 Millionen Euro. "Die Versicherungskammer ist auch im letzten Jahr wieder stärker gewachsen als der Markt", sagte Schubring-Giese. In diesem Jahr erwartet er ein ähnliches Ergebnis. Die Versicherungskammer Bayern ist nach eigenen Angaben der größte öffentliche Versicherer Deutschlands und bundesweit eines der zehn größten Erstversicherungsunternehmen.

Kritisch bewertet die Konzernspitze der Versicherungskammer Bayern die Pläne der großen Koalition für einen Gesundheitsfonds, in den alle Mittel für die Kassen fließen sollen. "Der Gesundheitsfonds gibt keine Antwort darauf, wie die mit dem Alter steigenden Gesundheitskosten im Umlageverfahren von der Bevölkerung getragen werden sollen", sagte Vorstand Robert Baresel. Zudem dürfe die Private Krankenversicherung nicht geschwächt werden. Grundsätzlich sei die große Koalition mit ihren in der Nacht zum Montag erzielten Eckpunkten für eine Gesundheitsreform aber auf dem richtigen Weg. Dies betreffe unter anderem die Bemühungen, die Kosten für Arzneimittel zu senken sowie die Überarbeitung des Honorarsystems.

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