Firma in Seattle führt "Mindestlohn" ein

Versprechen vom Chef: 70.000 Dollar Lohn im Jahr

Seattle/New York - Mindestlohn einmal anders: In den USA hat der Chef einer kleinen Firma seinen Mitarbeitern versprochen, ihr Gehalt schrittweise auf mindestens 70.000 Dollar anzuheben.

Umgerechnet sind das 66.000 Euro. Dafür wolle er selbst sein "echt sehr hohes Gehalt" vorübergehend ebenfalls auf die gleiche Summe verringern, sagte Dan Price, Chef des Kreditkarten-Zahlungsdienstleisters Gravity Payments in Seattle (US-Bundesstaat Washington), in einem Video, das ihn bei einer Ansprache an seine Mitarbeiter zeigt. Die "New York Times" hatte darüber bereits am Montag berichtet, seitdem entwickelte sich die Ankündigung zu einem Phänomen in den sozialen Netzwerken.

Der offizielle Mindestlohn in dem Bundesstaat an der Westküste beträgt derzeit 9,47 Dollar pro Stunde (hochgerechnet knapp 20.000 Dollar bei einer 40-Stunden-Woche), auf nationaler Ebene sind mindestens 7,25 Dollar vorgeschrieben. Allerdings gibt es gerade in der IT-Branche viele Unternehmen, in denen die meisten Mitarbeiter vergleichsweise hohe Gehälter erzielen. Bei Gravity Payments mit seinen rund 120 Mitarbeitern liege der Schnitt bei 48.000 Dollar, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

Unterdessen demonstrierten Zehntausende Aktivisten am Mittwoch in mehreren US-Städten, darunter Atlanta, Chicago, Los Angeles und New York, für eine Anhebung des Mindestlohns auf 15 Dollar pro Stunde.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Daimler senkt Prognose
Der von US-Präsident Donald Trump entfachte Handelsstreit hinterlässt erste Spuren beim Autobauer Daimler. Experten befürchten negative Folgen des Konflikts für die …
Daimler senkt Prognose
Beiersdorf-Chef Heidenreich scheidet demnächst aus
Zwar gab es Gerüchte, aber letztlich kam die Nachricht überraschend: Nach sieben Jahren werden sich die Wege von Beiersdorf-Chef Heidenreich und der Eigentümer-Familie …
Beiersdorf-Chef Heidenreich scheidet demnächst aus
Fastfood-Kette zieht umstrittene Werbekampagne zurück
Burger King hat sich für eine geschmacklose Werbekampagne entschuldigt und diese zurückgezogen. Die Werbung wurde zuvor in Russland veröffentlicht. 
Fastfood-Kette zieht umstrittene Werbekampagne zurück
Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette
Schock für den Mode-Riesen Primark! Eine Große Studie einer Mediengruppe aus Frankfurt enthüllt ein vernichtendes Detail über Modekette. Alle Infos hier. 
Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.