Verwirrung um Stellenabbau: Deutsche Bank bleibt hart

- Frankfurt - Die Deutsche Bank hält auch nach massiver Kritik an ihrem geplanten Stellenabbau in Deutschland fest und will nun mit dem Betriebsrat über die Umsetzung diskutieren. "Die Position der Bank bleibt unverändert", sagte ein Sprecher des Geldinstituts.

<P>Es sollten "einvernehmliche Lösungen" mit den Arbeitnehmervertretern gesucht werden, um den Personalabbau "so sozialverträglich wie möglich" umzusetzen. Das größte deutsche Finanzhaus will innerhalb von zwei Jahren netto weitere 1920 Stellen im Inland und 5200 insgesamt streichen, um seinen Gewinn zu steigern.<BR><BR>Über den Zeitpunkt und die Teilnehmer an den Gesprächen wurden keine Angaben gemacht. Der Gesamtbetriebsrat hatte - unterstützt durch scharfe Kritik aus der Öffentlichkeit - die Rücknahme des Stellenabbaus gefordert. <BR><BR>Verteilung des Abbaus noch immer offen<BR><BR>Konkrete Verhandlungen sollen erst dann aufgenommen werden, wenn zuvor ein Spitzengespräch mit Vorstandssprecher Josef Ackermann und Personalvorstand Tessen von Heydebreck zu Stande kommt. "Wir gehen davon aus, dass der Termin stattfindet", sagte eine Sprecherin des Gesamtbetriebsrats. "Die Arbeitnehmerseite wäre sehr enttäuscht, wenn Ackermann nicht dabei wäre." Zur Verteilung des Abbaus von brutto 2300 Stellen in Deutschland - gleichzeitig werden neue Jobs geschaffen - wollten sich weder Management noch Betriebsrat äußern. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollen die meisten davon - rund 800 - im Kreditrisikomanagement wegfallen.<BR><BR>Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter, der für das operative Geschäft des Kreditinstituts nicht zuständig ist, hatte mit Blick auf den Stellenabbau im ZDF gesagt, "dass es sich lohnt, darüber noch mal nachzudenken". Aus dem Umfeld der Bank hieß es, Walter habe sich sehr vorsichtig geäußert und sei daher möglicherweise nicht richtig verstanden worden.<BR><BR>Die Deutsche Bank will die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland bis Ende 2006 auf 25 410 senken. Seit dem Höhepunkt der Internet-Euphorie 2000 ist die Beschäftigtenzahl (Vollzeit) weltweit bereits um mehr als 24 000 zurückgegangen.</P>

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