Verwirrung um Verhandlungen bei Opel

- Frankfurt - Verwirrung um die Sanierungsgespräche bei Opel: Wegen der zähen Verhandlungen rechnen Gewerkschaftskreise laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" mit einer Verschärfung des Konflikts und schließen für November befristete Arbeitsniederlegungen nicht aus. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz bezeichnete Spekulationen über Warnstreiks jedoch als "an den Haaren herbeigezogen". Die "Automobilwoche" berichtete von deutlichen Annäherungen nach den Zugeständnissen des Opel-Betriebsrates. Demnach sind Werkschließungen in Deutschland kein Thema mehr.

<P>"Wir sind derzeit in intensiven Verhandlungen, und Spekulationen sind derzeit schädlich", sagte Franz. Der "Welt am Sonntag" sagte der Betriebsratsvorsitzende, er gehe davon aus, "dass wir auf gar keinen Fall innerhalb der nächsten zwei Wochen fertig sein werden".<BR><BR>Für den von den Arbeitnehmern angestrebten Zukunftsvertrag seien aber sowohl eine Einigung über die Arbeitszeiten als auch eine Entscheidung über den Produktionsstandort für den Bau der GM-Mittelklassefahrzeuge in Europa erforderlich, sagte Franz weiter. Demgegenüber hatte die Europa-Spitze des Mutterkonzerns General Motors (GM) betont, erst Anfang 2005 stehe fest, ob Rüsselsheim oder das schwedische Trollhättan (Saab) den Zuschlag erhalten werde.<BR><BR>Laut "Frankfurter Rundschau" scheint nach den bisherigen Gesprächen zwischen Betriebsrat und Management eine "friedliche" Einigung nicht möglich zu sein. Proteste seien an allen drei Opel-Standorten in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern möglich, hieß es demnach aus Gewerkschaftskreisen.<BR><BR>Die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtete unter Berufung auf die Zentrale von General Motors Europe (GME) in Zürich, dass der Personalabbau geringer ausfallen werde als zunächst geplant und das Thema Werkschließungen vom Tisch sei. Zudem habe GME-Chef Fritz Henderson Hoffnung auf eine deutliche Belebung des Geschäfts geschöpft.<BR><BR>In einem Brief an die Mitarbeiter des Konzerns, der der "Automobilwoche" vorliegt, schreibt Henderson, vor allem "im russischen Markt und am unteren Ende des europäischen Automobilmarktes" gebe es ein großes Potenzial. Für den neuen Astra Caravan lägen "über 26 000 Vorbestellungen" vor. Der Auftragseingang sei in den vergangenen vier Wochen "beachtlich angestiegen".<BR><BR></P>

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