Verzicht auf Entlassungen

- Berlin - Die Beschäftigten der Bahn sind bis zum Jahr 2010 vor Entlassungen geschützt. Vorstand und Gewerkschaften einigten sich am Dienstag auf einen Beschäftigungspakt, bei dem die Arbeitskosten im Gegenzug um 5,5 Prozent gesenkt werden. Dafür soll ein Tag Urlaub pro Jahr wegfallen und die Arbeitszeit von bisher 38 Stunden in einen Korridor von 35 bis 40 Stunden übergehen, in dem die Bezahlung entsprechend angepasst wird.

<P>Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte, es sei ein wichtiger Schritt zur Zukunftsfähigkeit getan. Die Gewerkschaften betonten, niemand im Konzern müsse Angst vor Arbeitslosigkeit haben.<BR><BR>Der Abschluss, der zum 1. Januar in Kraft treten soll, muss aber noch von den Gewerkschaftsgremien gebilligt werden. Transnet-Vorstand Alexander Kirchner kündigte eine breite Mitgliederbefragung an. Der Vorsitzende der Gewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, sprach von einem "großen Opfer" der Beschäftigten. Erst Mitte Februar sei mit einem endgültigen Votum zu rechnen. Auch die Lokführergewerkschaft GDL trägt die Einigung mit.<BR>Das bestehende Beschäftigungsbündnis läuft am Jahresende aus. Der neue Tarifvertrag soll bis zum 31. Dezember 2010 gelten. Dabei gilt die Beschäftigungssicherung formal für bis zu 130 000 Mitarbeiter, die mindestens fünf Jahre bei der Bahn tätig sind. Beide Seiten betonten aber ausdrücklich, dass auch für jüngere Beschäftigte auf dem internen Arbeitsmarkt Lösungen gefunden werden sollen. Vereinbart wurde darüber hinaus, die Mitarbeiter künftig am Unternehmensergebnis zu beteiligen. Dies soll zunächst über Einmalzahlungen geschehen.<BR><BR>Der Stellenabbau im bundeseigenen Konzern geht derweil weiter. Im nächsten Jahr sollen nach dpa-Informationen etwa 9000 Stellen wegfallen. Die Bahn kommentierte dies nicht. Insgesamt zählt der Konzern mitsamt der Frachttochter Stinnes und Beamten derzeit 242 000 Beschäftigte. Vor zehn Jahren waren es ohne Stinnes noch 340 000.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Frankfurt/Main (dpa) - Brexit-Sorgen und Strafzoll-Drohungen von Donald Trump gegen deutsche Autobauer haben am Montag die Dax-Anleger verunsichert. An den Verlusten …
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die Hersteller konkret?
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten
Hannover (dpa) - Bei den Tarifverhandlungen für die rund 11 000 Beschäftigten der Geld- und Werttransportbranche sind sich beide Seiten noch nicht näher gekommen.
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten
Acht Milliardäre angeblich so reich wie die halbe Menschheit
Reichlich Diskussionsstoff für das 47. Weltwirtschaftsforum: Acht Männer besitzen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit, sagt Oxfam. Die wachsende soziale …
Acht Milliardäre angeblich so reich wie die halbe Menschheit

Kommentare