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Verzweifelt gesucht: Jung und ausbildungsfähig

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- Die Situation ist für Markus Brandl neu: "Wir finden dieses Jahr keine Auszubildenden", sagt der Vertriebs-Chef von Vinzenzmurr. "Normal waren wir zu diesem Zeitpunkt schon voll besetzt." Heuer fehlen bei Vinzenzmurr noch 37 Auszubildende: 25 Fachverkäufer und zwölf Metzger. Woran liegts? "Das wüsste ich selber gerne", sagt Brandl. Bewerbungen würden schon kommen. "Aber grottenschlechte."

Andere Branche, gleiches Bild: Die Rudolf Lang OHG (Werkstätten für Malerei und Beschriftungen) sucht zwei bis drei Lehrlinge. "Aber wenn jemand nicht einfachstes Rechnen und Schreiben beherrscht, wird’s schwer", sagt Gesellschafter Jürgen Lang. Die Berufsschulen können sowas nicht mehr vermitteln. Lang: "Dafür haben die keine Zeit, das ist auch nicht deren Aufgabe." Spätestens bei den Abschlussprüfungen folge dann die Quittung.

Die Konsequenz: Viele Firmen verzichten lieber auf die Besetzung von Lehrstellen, als dass sie sich Jugendliche in den Betrieb holen, bei denen Probleme programmiert sind.

Verwundert ist Lang darüber, dass sich kaum mehr Eltern für die berufliche Zukunft ihrer Kinder zu interessieren scheinen: "Da kommt nie jemand vorbei und schaut mal, wo sein Sprössling einmal arbeiten soll." Schließlich handele es sich um Jugendliche. Auf eines wartet Lang seit Jahren vergeblich: "Dass mal jemand anruft und fragt: ,Wie macht sich mein Junge.‘"

>>> Jugendliche, die an einer hier beschriebenen Lehrstellen interessiert sind, können sich gleich >>>hier

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