Viel Geld gut angelegt: Teure Waschmaschinen waschen weißer

- Billiger ist auf Dauer oft nicht günstiger. Wer ein langlebiges Gut wie eine Waschmaschine kauft, sollte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität (längere Lebensdauer) sowie auf Leistung und geringen Verbrauch (reduziert Wasser- und Stromkosten) achten. Teure Waschmaschinen mit einer hohen Zahl an Umdrehungen waschen meist besser als die technisch etwas schlechter ausgestattete Konkurrenz, ermittelte die Stiftung Warentest in Berlin (Zeitschrift Test 9/2004).

<P>Bei Geräten in der obersten Preisklasse sollte die bestmögliche Kennzeichnung - das A-Label für Energieverbrauch, Waschwirkung und Schleuderleistung - selbstverständlich sein. Die Warentester untersuchten elf Frontlader mit maximal 1600 Umdrehungen in der Minute. Die Preise der getesteten Waschmaschinen lagen zwischen 540 und 1400 Euro, wobei es bei ein und demselben Gerät einen Preisunterschied bis zu 200 Euro geben kann - Vergleiche bei mehreren Händlern lohnen sich also auch.<BR><BR>Acht Geräte bewerteten die Tester als gut, drei erhielten die Note befriedigend - bemängelt wurde hier der mangelnde Schutz vor Überschwemmungen bei Defekten. Außerdem spülten sowohl die teuersten als auch die günstigsten Modelle nicht gründlich genug. Ärgerlich sei das vor allem beim Waschen von dunklen Textilien, bei denen sich Waschmittelrückstände als weiße Beläge zeigen. Abhilfe schafft dann nur ein zusätzlicher Spülgang, der den Wasserspareffekt der teuren Maschinen aufzehrt. <BR><BR>Generell sollte eine Waschmaschine neben Umwelt- und Preisaspekten auch nach den jeweiligen Bedürfnissen ausgesucht werden. Jumbo-Geräte mit einem Fassungsvermögen von bis zu sieben Kilogramm sind vor allem etwas für große Haushalte wie Familien mit Kindern, in denen der Wäschekorb ständig überquillt. Ein-Personen-Haushalte benötigen natürlich nur eine geringere Kapazität.<BR><BR>Wer seine Wäsche an der Luft trocknen kann, kommt meist mit einer günstigeren Maschine mit niedrigen Drehzahlen aus. Geld spart zudem der Verzicht auf Spezialprogramme, wenn diese voraussichtlich gar nicht benutzt werden. Fachleute sagen, dass ein Haushalt mit vier Programmen auskommt, aber dabei jeder Haushalt andere braucht.<BR><BR>Alle Maschinen überstanden den Wasch-Marathon, bei dem eine Nutzung von zehn Jahren im Zeitraffer simuliert wurde. Laut Energielabel sind alle Kandidaten sparsam im Stromverbrauch. Auch verbrauchen sie mit zum Teil unter 40 Liter pro Ladung wenig Wasser. In den 80er-Jahren war das Dreifache normal.<BR>Um die Effizienz beim Waschen zu steigern, empfehlen die Warentester, die Wäsche zu sortieren, die Trommel voll auszunutzen und niedrige Temperaturen zu wählen. Bei Feinwäsche und Wolle seien maximal 30 Grad genug, für Buntes reichten 40 und für weiße Wäsche 60 Grad Celsius. Kochwäsche (90 Grad) sollte stark verschmutzten Sachen vorbehalten bleiben. </P><P>Weiter sollten Sie das Waschmittel je nach Verschmutzung, Füllmenge und Wasserhärte richtig dosieren. Ist die Wäsche nur leicht verschmutzt, reicht die kleinste angegebene Menge aus. Pulver und Tabs waschen laut "Test" sauberer als Flüssigwaschmittel und belasten die Umwelt weniger. <BR><BR></P>

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