Viele Briefkästen bleiben heute leer

München - In vielen deutschen Ballungsräumen, darunter auch im Großraum München, bleiben heute dieBriefkästen leer. Nach der Vertagung der Tarifverhandlungen für die 130 000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG ruft die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten nun zu befristetenStreiks auf.

Betroffen sind die Brief- und Paketdienste. In München werden nach Gewerkschaftsangaben etwa 350 Briefzusteller in einen ganztägigen Warnstreik treten. Dadurch wird im Zustellbereich in und um die Landeshauptstadt die Briefzustellung fast komplett ausfallen. "Die meisten Leute werden also umsonst in ihren Briefkasten schauen", so ein Verdi-Sprecher. Auch in den folgenden Tagen müsse mit Streikmaßnahmen gerechnet werden.

Die Verhandlungen über Beschäftigungssicherung und Arbeitszeit waren ergebnislos auf den 9. April vertagt worden. Verdi will den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 30. Juni 2011 verlängern. Der entsprechende Tarifvertrag lief gestern aus. Zugleich fordert die Gewerkschaft für die Tarifkräfte zehn Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr, um die "arbeitsplatzvernichtende Wirkung" der Arbeitszeitverlängerung für die 55 000 Postbeamten von 38,5 auf 41 Stunden auszugleichen.

Aufatmen dagegen im öffentlichen Dienst: Ein Streik wurde in letzter Minute abgewendet: Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich auf einen deutlichen Lohnzuwachs und eine Arbeitszeitverlängerung. Die Bürger müssen sich nun auf Gebührensteigerungen in den Kommunen einstellen.

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