Chaos vorprogrammiert

Streikdrohung: Flüge in Köln/Bonn abgesagt

Köln/Düsseldorf - Angesichts einer neuen Streikankündigung für den Flughafen Köln/Bonn haben Airlines für diesen Freitag zahlreiche Flüge gestrichen.

Allein die in Köln/Bonn beheimatete Fluggesellschaft Germanwings strich für Freitag 26 ankommende und abgehende Flüge. Auch die Lufthansa annullierte mehrere Verbindungen. Der Flughafen teilte mit, von insgesamt geplanten 103 Abflügen seien bis zum Donnerstagabend bereits 40 gestrichen worden, von 104 geplanten Ankünften würden 19 entfallen. Passagiere sollten sich bei ihren Fluggesellschaften nach dem Stand der Dinge erkundigen.

Im Tarifkonflikt des NRW-Sicherheitsgewerbes hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle aufgerufen, ihre Arbeit während des ganzen Tages niederzulegen. „Es gibt bis heute kein neues Angebot der Arbeitgeber. Aber wir wollen noch vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben, damit endlich Frieden an den Flughäfen einkehrt“, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker laut der Mitteilung.

Germanwings-Chef Thomas Winkelmann forderte die Politik auf, über neue Rahmenbedingungen für Tarifauseinandersetzungen nachzudenken. Passagiere würden „in Geiselhaft genommen“, und die Fluggesellschaft erleide einen Millionenschaden, obwohl sie keinerlei Einfluss auf die Verhandlungen habe. „Wir sind nicht Teil des Tarifkonflikts“, betonte Winkelmann. Verdi fordert für die 34 000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro. Die Arbeitgeber bieten zwischen 5 und 9 Prozent. An den Flughäfen liegt der Lohn laut Verdi zwischen 8,23 und 12,36 Euro.

dpa

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