Völkl und Marker kommen unter US-Kontrolle

- Eschenlohe/Straubing - Die traditionsreiche Straubinger Skifabrik Völkl wird von dem US-Sportartikel-Hersteller K2 übernommen. Durch den Verkauf des 81 Jahre alten Unternehmens aus dem niederbayerischen Straubing erhält der US-Konzern auch den Skibindungshersteller Marker aus Eschenlohe (Landkreis Garmisch-Partenkirchen), der seit vielen Jahren mit Völkl zusammenarbeitete und schließlich eingegliedert wurde, nachdem er 1999 in wirtschaftliche Turbulenzen geraten war.

Die bisherigen Besitzer der Völkl-Marker-Gruppe, die Unternehmer Hans-Dieter Cleven, Gregor Furrer und der italienische Skischuhhersteller Tecnica, werden als Aktionäre an der K2 Inc. beteiligt, teilten die Unternehmen mit. Von der Übernahme sind rund 950 Mitarbeiter betroffen.<BR><BR>Die verschiedenen Marken sollen auch unter dem neuen Besitzer zunächst selbstständig am Markt bleiben. Die neue Wintersport-Gruppe von K2, Völkl und Marker soll am 1. Juli entstehen und wird in Europa einen Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen erzielen. Der K2-Gesamtumsatz soll durch den Kauf auf eine Milliarde Euro steigen.<BR><BR>Völkl gehört zu den weltweit bekanntesten Skiherstellern und hat nach eigenen Angaben einen globalen Marktanteil von zehn Prozent. 1992 wurde das ehemalige Familienunternehmen von dem Schweizer Sportartikelhändler Furrer übernommen, Firmensitz des Straubinger Unternehmens ist seitdem das schweizerische Baar.<BR><BR>Von der Übernahme durch K2 ist die bereits frühere ausgegliederte Tennisschlägermarke Völkl nicht betroffen. Die Völkl Tennis GmbH gehört weiterhin je zur Hälfte Cleven und dem Ex-Tennisstar Boris Becker.<BR>

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