Voith bei Airbus aus dem Rennen

Heidenheim - Der Bieterkreis um die zwei Airbus-Werke Nordenham und Varel sowie das EADS-Werk Augsburg ist geschrumpft. Nach den Ausstieg von Voith bleiben unter anderem der US-Konzern Spirit und als einziger nationaler Bieter die Augsburger MT Technologies (eine Tochter der Bremer OHB-Gruppe).

Analysten und Wirtschaftsmagazine, die bisher Voith als Favoriten gehandelt hatten, bezeichneten den Rückzug als überraschend. Andere Experten führten die vermeintliche Favoritenrolle von Voith lediglich auf die Öffentlichkeits- und Lobby-Arbeit des schwäbischen Familienkonzerns zurück, durch die diese sich aus dem Rennen gekickt habe.

Denn andere Verhandlungsteilnehmer haben absprachegemäß eisern geschwiegen. "Wir haben die Passform nicht gefunden", sagte der Vorsitzende des Voith-Gesellschafterausschusses Michael Rogowski. Die Grundvorstellungen hätten zu weit auseinandergelegen.

Die Signale aus der Politik sprechen jetzt für MT. Denn immer wieder gab es klare Aussagen, dass Berlin eine nationale Lösung favorisiere. Doch da die Konzernmutter OHB bereits mehrere Übernahmen (die von MT und dem Münchner Raumfahrtunternehmen Kayser-Threde) zu schultern hat, könnte es sein, dass die Politik den Worten dazu (finanzielle) Taten folgen lassen muss. Doch nach den Erfahrungen mit EADS und Frankreich hat auch die Politik den Sinn einer eigenen nationalen Schiene neben den europäischen Strukturen in der Luft- und Raumfahrtindustrie wiederentdeckt. 

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