Volkswagen legt bei Abfindungen nach

- Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen hat zur Beschleunigung des angestrebten Stellenabbaus die Abfindungsangebote an die Beschäftigten aufgebessert. In der kommenden Woche würden alle 85 000 Tarif-Mitarbeiter in den westdeutschen Werken einen entsprechenden Brief erhalten, sagte ein Sprecher von Volkswagen. Schnellentschlossene könnten außerdem mit einem Zuschlag rechnen. Details nannte er nicht. Die bisherigen Abfindungsangebote waren erst von einigen hundert Beschäftigten angenommen worden.

Das Unternehmen hat bisher noch keine konkreten Angaben zum angestrebten Stellenabbau gemacht. Er ist Teil eines umfassenden Paketes zur Runderneuerung der Konzernstrukturen, über das Vorstand und Betriebsrat derzeit verhandeln. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte gesagt, bis zu 20 000 Arbeitsplätze könnten davon mittelbar oder unmittelbar betroffen sein. Damit stünde jeder fünfte Job bei VW in Westdeutschland zur Disposition. Neben Abfindungen hatte das Unternehmen 16 000 Beschäftigten bereits Altersteilzeitverträge angeboten.

Das neue Angebot sei vor allem für jüngere Mitarbeiter attraktiv, die nicht auf viele Betriebszugehörigkeitsjahre zurückblicken könnten, schrieben Zeitungen. Wer sich bis 30. September zum Abschied entschließe, bekomme eine dicke Prämie. Langjährige Beschäftigte könnten mit bis zu einer Viertel Million Euro rechnen. VW wollte keine Zahlen nennen. In der Branche wird aber davon ausgegangen, dass die bei Daimler-Chrysler gezahlten Abfindungen die derzeitigen Maßstäbe setzten. Dort waren teils sechsstellige Beträge gezahlt worden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Forscher erwarten schwächeres Wirtschaftswachstum
Die USA und Europa streiten über neue Zölle. Das ist nicht der einzige Grund, der Wirtschaftsforscher skeptisch macht. Für Deutschland haben sie nicht mehr ganz so gute …
Forscher erwarten schwächeres Wirtschaftswachstum
Bram Schot wird kommissarisch Audi-Chef
Audi-Chef Stadler sitzt in U-Haft - der Aufsichtsrat hat ihn deshalb erst einmal beurlaubt und den Vertriebsvorstand auf den Chefsessel gesetzt.
Bram Schot wird kommissarisch Audi-Chef

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.