Volkswagen: Piëch will nicht weichen

- Wolfsburg - Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Ferdinand Piëch, will bis zum Ende der Laufzeit 2007 im Amt bleiben. Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Pië¨ch: "In meiner Karriere haben schon einige versucht, mich rauszudrängen, es ist noch keinem gelungen." Im VW-Aufsichtsrat droht Streit über Pië¨chs Position nach dem Einstieg von Porsche. Kritiker sehen Interessenkonflikte wegen dessen privater Unternehmensbeteiligung an Porsche. Die Arbeitnehmerseite hatte sich aber hinter Pië¨ch gestellt.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte in der "Neuen Presse", dass sich der VW-Aufsichtsrat auf seiner Sondersitzung am heutigen Montag nicht mit Gerüchten um eine Ablösung von Pië¨ch beschäftigen werde. Bei der Sitzung geht es um den Einstieg von Porsche bei VW. Der Sportwagenhersteller hatte am Freitag mitgeteilt, er habe sich bereits 18,53 Prozent der Stammaktien gesichert. Damit hat Porsche das Land Niedersachsen als größten Aktionär überrundet, das 18,2 Prozent hält und zwei Sitze im Aufsichtsrat hat. Die Beteiligung des Sportwagenbauers Porsche an der Volkswagen AG könnte indes nach einem Bericht der "Automobilwoche" über eine reine Kapitalbeteiligung weit hinausgehen. Wie die Branchenzeitung aus Kreisen des Managements erfahren haben will, erwägt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, Rohbau und Lackierung des für 2009 avisierten Nobelcoupés Panamera an den VW-Konzern zu vergeben. Die besten Chancen auf den Zuschlag hat den Informationen zufolge das VW-Stammwerk Wolfsburg.Zwar hatte Wiedeking angekündigt, "den Panamera in Eigenregie auf die Straße" zu bringen. Um die Profitabilität des Coupé-Projekts zu sichern, werde man "aber enger als bisher mit ausgewählten Systemlieferanten zusammenarbeiten".

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