Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen täglich seine Werke

Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen täglich seine Werke

VW tut es Daimler und BMW gleich

Volkswagen verlängert Umtauschprämie für alte Diesel

Die Umtauschprämie für schmutzige Diesel ist für Volkswagen ein Erfolg: Über 170 000 alte Autos sind schon aus dem Verkehr gezogen. Jetzt verlängert der Konzern die Prämie bis Ende Juni - und geht mit einem Mobilitätsversprechen noch einen Schritt weiter.

Wolfsburg - Der Volkswagen-Konzern verlängert seine Umtauschprämie für alte Diesel-Autos bis Ende Juni 2018 - allerdings gilt dies nur noch beim Kauf eines Euro-6-Diesels. Fast acht Monate nach Einführung der Prämie seien mehr als 170 000 alte Diesel mit der Abgasnorm Euro 1 bis Euro 4 aus dem Verkehr gezogen und verschrottet worden, teilte Volkswagen am Donnerstag mit.

Wegen der starken Nachfrage hatten die Konzernmarken VW, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge den Bonus für Altautos zuvor bereits bis Ende März verlängert. Bis jetzt hatte Volkswagen die Prämie aber auch beim Kauf von Benzinern oder von Autos mit alternativen Antrieben gewährt. Angesichts drohender Fahrverbote wollen die Konzernmarken ihre Kunden mit Euro-6-Diesel-Neuwagen zudem ab Anfang April mit einem sogenannten Mobilitätsversprechen bei der Stange halten.

Video: VW schickt tausende Autos in die Wüste


Sollte es zu Fahrverboten kommen, könnten die Kunden dieses Versprechen je nach Leistungsangebot der jeweiligen Marke in Anspruch nehmen, teilte VW mit. Im Fall der Kernmarke VW Pkw bedeutet dies, dass vom 1. April an bis zum Jahresende 2018 beim Kauf eines Neu- oder Jahreswagens mit Dieselmotor eine Garantie gewährt wird, die drei Jahre ab Kauf gilt und die Möglichkeit eines Fahrzeugtauschs bietet.

Lesen Sie auch: Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer

Sollten Kunden von Fahrverboten betroffen sein, soll demnach der Händler anbieten, den Wagen zum Zeitwert zurückzukaufen - sofern der betreffende Kunde dem Händler im Gegenzug einen Neu- oder Jahreswagen abnimmt, dem kein Fahrverbot droht. Dieses Angebot variiert je nach Konzernmarke - im Falle der Nobeltochter Audi geht es beispielsweise um Leasingkunden.

Dies sei ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Kunden in den Diesel zurückzugewinnen. Neben Fahrzeugen mit alternativen Antrieben trügen auch moderne Euro-6-Dieselfahrzeuge „maßgeblich zu einem umweltfreundlicheren Individualverkehr bei“, sagte Konzernvertriebschef Fred Kappler. „Der Diesel ist und bleibt eine wichtige Säule in unserem Antriebsportfolio.“ Thomas Zahn, Vertriebsleiter der Marke VW, sagte: „Volkswagen steht zum Diesel.“

Auch interessant: „Immer mit einem Fuß im Gefängnis": So rechtfertigt VW-Chef Müller sein Zehn-Millionen-Euro-Gehalt

Daimler und BMW hatten ihre Prämien zuvor bereits bis Ende Juni verlängert. Die nach dem Diesel-Gipfel im August 2017 angekündigten Prämien sind allerdings schwer miteinander vergleichbar - im Falle des VW-Konzerns können dies bei Anschaffung eines Euro-6-Dieselfahrzeugs markenabhängig bis zu 10 000 Euro sein. Volkswagen, Daimler, BMW und Opel hatten ihren Kunden außerdem kostenlose Updates an der Steuersoftware von potenziell bis zu 5,3 Millionen Autos der Schadstoffnormen Euro 5 und 6 zugesagt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Büttner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax nach jüngster Rally stabil
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt. Während Abwärtsimpulse im Handelsverlauf vor allem aus der Pharma- und …
Dax nach jüngster Rally stabil
Milliardenabschreibung reißt Continental in die roten Zahlen
Seit längerem läuft es bei Conti nicht mehr rund, weil die Automärkte stottern. Nun muss der weltweit zweitgrößte Autozulieferer die Konsequenzen ziehen und wegen der …
Milliardenabschreibung reißt Continental in die roten Zahlen
Größte Schweizer Telekom-Fusion gescheitert
Er wollte dem Schweizer Platzhirsch Swisscom Paroli bieten, doch jetzt ist der Sunrise-Chef mit seiner geplanten Milliardenübernahme an deutschem Widerstand gescheitert.
Größte Schweizer Telekom-Fusion gescheitert
Bahn ist nicht gleich Bahn: Staatskonzern hat Konkurrenz
Fahrgäste sehen längst nicht mehr nur rot - ein Vierteljahrhundert nach Ende der Bundesbahn ist die Zugwelt farbenfroher geworden. Der Staatskonzern hat viele …
Bahn ist nicht gleich Bahn: Staatskonzern hat Konkurrenz

Kommentare