Volkswagen will in diesem Jahr über drei Milliarden Euro sparen

- Wolfsburg - Der Start ins Jahr verpatzt, die Kernmarke VW in den Miesen, Talfahrt auf wichtigen Märkten - für den Autobauer Volkswagen ist die Lage alles andere als rosig. Das schwächste Ergebnis seit über zehn Jahren musste Konzernchef Bernd Pischetsrieder vorstellen.

Doch das Ergebnis werde besser ausfallen als im Vorjahr. Dafür sollen vor allem das Milliarden-Sparpaket "For Motion" sorgen und der neue Chef der Kernmarke VW, Wolfgang Bernhard, der diesen Job nun früher als geplant übernehmen soll. Bernhard eilt der Ruf voraus, einer der härtesten Sanierer der Branche zu sein. Der frühere Daimler-Chrysler-Manager soll die Kernmarke VW wieder profitabel machen - 2004 machte diese einen Verlust in Höhe von 250 bis 300 Millionen Euro.<BR><BR>Vor allem der Marke VW machen weltweit Rabattschlachten, hohe Rohstoffpreise und Kaufzurückhaltung zu schaffen.<BR><BR>Der schwache Dollar belastete das Konzern-Ergebnis 2004 mit fast einer Milliarde Euro. Volkswagen will nun intensiver gegensteuern. Dazu sollen verstärkt Produktionskapazitäten in Mexiko und Brasilien genutzt und zudem vermehrt im Dollar-Raum eingekauft werden.<BR><BR>Zum Sorgenkind entwickelt sich zunehmend das Geschäft in China. Ein massiver Absatzrückgang im Reich der Mitte verhagelte dem gesamten Konzern den Start ins neue Jahr. 2004 sank der Marktanteil von fast 31 auf 25 Prozent. Kritiker werfen VW vor, in China zu spät auf Marktveränderungen reagiert zu haben.<BR><BR>In den USA sieht es noch düsterer aus. Zur Höhe der Verluste dort machte VW keine Angaben, Branchenkreise beziffern das Minus in den USA aber auf rund eine Milliarde Euro. Die Talfahrt beim Absatz setzte sich in den ersten beiden Monaten 2005 fort. Die Wende soll nun mit den neuen Modellen von Jetta und Passat gelingen.<BR><BR>3,1 Milliarden Euro will VW in diesem Jahr durch "For Motion" einsparen - im Vorjahr waren es 1,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sank zwar auf 2,0 (2,3) Milliarden Euro. VW übertraf damit seine im Juli auf 1,9 Milliarden Euro gesenkte Prognose. Das Ergebnis vor Steuern jedoch sackte im Vergleich zum Vorjahr um fast 19 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro ab.

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