Verdächtiges Paket in Würzburg: Straße und Bahn gesperrt, Häuser evakuiert

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Wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Experten erwarten nur einen geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Foto: Julian Stratenschulte

Volkswirte erwarten nur minimalen Abbau der Arbeitslosigkeit

Nürnberg (dpa) - Die Konjunktur dümpelt vor sich hin, und auch auf dem Arbeitsmarkt bewegt sich wenig: Experten erwarten, dass sich die Zahl der Jobsucher im November nur leicht verringert hat.

Um etwa 10 000 sei sie nach unten gegangen, prognostizierten die meisten der von der Nachrichtenagentur dpa befragten Volkswirte. "Da zeigt sich die konjunkturelle Schwäche vom Sommer und im Herbst", erläuterte etwa Steffen Henzel vom ifo Institut. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (27.11.) bekanntgeben.

Der überraschend starke Rückgang der Erwerbslosenzahlen im Oktober um 75 000 auf 2 733 000 hatte die Experten überrascht. Der Grund dafür: Der jährlich wiederkehrende Herbstaufschwung hatte sich verspätet, weil die Sommerferien in diesem Jahr in manchen Bundesländern relativ spät endeten. Üblicherweise stellen die Unternehmen nach den Ferien noch einmal Mitarbeiter ein, bevor die Arbeitslosigkeit den Winter über traditionell steigt.

Auch der für den November erwartete leichte Rückgang sei ein reiner Saisoneffekt, betonten die Volkswirte. Allerdings sei die Lage insgesamt weiterhin gut. "Es scheint so zu sein, dass der Arbeitsmarkt noch nicht betroffen ist, obwohl sich die Stimmung weiter eingetrübt hat", erläuterte Stefan Kipar von der BayernLB.

"Wir haben bei der Produktion eine Seitwärtsbewegung und gesamtwirtschaftlich nur ein geringes Wachstum, gleichzeitig aber eine Situation, in der Unternehmen weiter einstellen in Erwartung einer besseren Entwicklung. Das hält sich in etwa die Waage", ergänzte Rolf Schneider von der Allianz. Zudem dürfte die außergewöhnlich milde Witterung die Entwicklung positiv beeinflusst haben.

Die folgenden Monate bewerten die Experten aufgrund der konjunkturellen Entwicklung eher zurückhaltend. Auch der Mindestlohn, der von Januar an gilt, werde sich auf die Arbeitslosenzahlen auswirken, gaben sie zu bedenken. Dies werde sich vermutlich schon im Dezember zeigen, sagte BayernLB-Fachmann Kipar. "Man hat da sicherlich Ankündigungseffekte vom Mindestlohn, die dürften den Beschäftigungsaufbau in Erwartung höherer Kosten etwas bremsen."

Auch wenn sich der Effekt nicht konkret messen lassen wird, dürften nach Einschätzung mehrerer Befragter auch die ersten Monate des Jahres 2015 vom Mindestlohn beeinflusst sein. Mittelfristig jedoch sollte die Konjunktur wieder anziehen, was sich positiv auch auf den Arbeitsmarkt auswirken werde.

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