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Eine Arbeitszeitverkürzung würde die Arbeitslosigkeit bekämpfen, glaubt die Initiative.

Vollbeschäftigung durch kürzere Arbeitszeiten

Berlin - Weniger arbeiten, aber dafür keine Arbeitslosen mehr - diese Vorstellung will eine Initiative alternativer Wissenschaftler und Globalisierungskritiker durchsetzen.

Für das Ziel Vollbeschäftigung in Deutschland fordern alternative Wissenschaftler und Globalisierungskritiker von Attac eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung: auf wöchentlich 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich durch massive Umverteilung von Unternehmensgewinnen. Ihre Überlegungen stellte die Initiative “Arbeitszeitverkürzung jetzt!“ am Donnerstag in Berlin vor. Unterstützung gebe es bereits von der Gewerkschaftsbasis, von kirchlichen Arbeitnehmerorganisationen, Umweltgruppen und sozialen Bewegungen.

Eine generelle Arbeitszeitverkürzung sei “das einzig wirksame Mittel“ gegen die Massenarbeitslosigkeit, sagte die Bremer Soziologin Margareta Steinrücke. Aus Sicht der Initiative sind die offiziellen Arbeitslosenzahlen - zuletzt waren es knapp 3,1 Millionen - geschönt. Vollbeschäftigung sei erst erreicht, wenn alle der - einschließlich der von der Statistik nicht erfassten - insgesamt fünf bis sechs Millionen Erwerbslosen in Voll-Arbeit gebracht seien.

Innerhalb von fünf Jahren durchführbar

“Wir brauchen dazu eine kürzere Normalarbeitszeit“, sagte Steinrücke und verwies auf die positiven Erfahrungen mit der Kurzarbeit während der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaftskrise. EU-weit könnte dies zugleich “ein europäischer Rettungsschirm für die arbeitenden Menschen“ sein. Nach Berechnungen der Initiative ist die Reduzierung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich innerhalb von fünf Jahren erreichbar. “Ökonomisch machbar“ wäre dies für alle Einkommensgruppen, wenn dazu zwei Prozent Produktivitätsfortschritt und drei Prozent Gewinnumverteilung herangezogen würden, sagte der Attac nahestehende Polit-Ökonom Mohssen Massarrat.

dpa

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