Vorgaben belasten DAX

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Frankfurt (dpa) - Die meisten deutschen Aktien sind am Dienstag mit Verlusten gestartet und haben damit unter negativen Vorgaben gelitten. Der DAX gab zuletzt um 0,73 Prozent auf 6.251,41 Zähler ab.

Für den MDAX ging es um 0,44 Prozent auf 8.305,34 Punkte nach unten. Der Technologieindex TecDAX verlor 1,08 Prozent auf 800,41 Zähler.

Der Markt warte auf den ifo Geschäftsklimaindex am Vormittag und ansonsten blieben die Banken im Fokus, sagte ein Händler. Negativ wirke die Schwäche der US-Börsen, die wegen neuerlichen Sorgen im Finanzsektor mit deutlichen Verlusten geschlossen hatten. Die Börse in Japan schloss etwas schwächer.

In den USA waren am Montag etwa die Aktien von Lehman Brothers stark unter Druck geraten. Presseberichten zufolge hat die koreanische Finanzaufsicht die Korea Development Bank, die als Bieter für die US-Bank gehandelt wurde, zur Vorsicht vor jeglichen Zukäufen ausländischer Institute aufgerufen. Vor diesem Hintergrund gaben die Titel von Hypo Real Estate (HRE) 0,99 Prozent auf 16,03 Euro ab, und für Titel der Deutschen Bank ging es um 0,47 Prozent auf 56,62 Euro nach unten.

Die Titel der Allianz hingegen stiegen um 0,70 Prozent auf 108,76 Euro. Der Aufsichtsrat des Versicherungsriesen will laut "Handelsblatt" am Sonntag eine Entscheidung über den Verkauf der Tochter Dresdner Bank treffen. Bei der seit Monaten interessierten Commerzbank sei ebenfalls am Wochenende mit einem außerordentlichen Treffen des Kontrollgremiums zu rechnen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise.

Neben der Commerzbank sei aber nach wie vor auch die China Development Bank (CDB) im Rennen. "Das bleibt ein heißes Thema", sagte ein Händler. Commerzbank-Titel weiteten ihre Vortagesverluste aus und sanken um 0,79 Prozent auf 20,00 Euro.

Am DAX-Ende fielen die Papiere von ThyssenKrupp um 1,14 Prozent auf 33,02 Euro. Mit der Senkung des Votums von "Buy" auf "Neutral" trage die Investmentbank der leichten Kurszielsenkung von 53,30 auf 50,70 Euro Rechnung, hieß es in einer aktuellen Studie von Goldman Sachs. Das Potenzial der Aktien sei im Vergleich zu den Kaufkandidaten wie beispielsweise Salzgitter, für die die Analysten das Ziel von 178 auf 188 Euro anhoben, deutlich geringer. Dessen Titel gewannen 0,25 Prozent auf 102,16 Euro.

Abseits der großen Indizes schossen die im SDAX notierten Aktien von Arques Industries mit plus 12,10 Prozent auf 9,85 Euro an die Indexspitze. Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius will Kreisen zufolge beim Konkurrenten Arques einsteigen oder diesen übernehmen.

Ein Börsianer kann sich eine Übernahme von Arques durch Aurelius vorstellen. Der Aurelius-Vorstandsvorsitzende Dirk Marcus könnte nun den Zeitpunkte für einen Einstieg als günstig erachten, nachdem Arques in den letzten zwölf Monaten in schweres Fahrwasser geraten sei. Aurelius selber wollte sich zu den Informationen auf Nachfrage nicht äußern.

Die Aktien von MPC Capital folgten mit einem Aufschlag von 5,66 Prozent auf 27,54 Euro. Die Kapitalanlagegesellschaft hat im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um 19 Prozent verzeichnet, der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank um 75 Prozent. "Die Zahlen liegen leicht unter den Erwartungen, aber der Ausblick für 2008 wurde bestätigt - insgesamt nichts Dramatisches", sagte ein Händler.

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