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Porsche Mitarbeiter: „Die Arbeitsplätze sind sicher.“

VW-Chef gibt Job-Garantie für Porsche-Arbeiter

Wolfsburg - Volkswagenchef Martin Winterkorn hat eine Job-Garantie für die 11.000 Porsche-Mitarbeiter abgegeben.

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“Die Arbeitsplätze sind sicher. Ein Jobabbau wird nicht Bestandteil der Übernahme sein“, sagte Winterkorn laut “Bild“-Zeitung. Porsche werde neue Autos entwickeln und “eher neue Arbeitsplätze schaffen“.

Der VW-Chef geht damit auf Sorgen der Porsche-Belegschaft nach dem Durchbruch zur Übernahme durch VW ein. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hatte erklärt, eine Übernahme würde die Arbeitsplätze bei Porsche gefährden. Winterkorn sagte weiter, er halte den Namen Auto Union für einen möglichen Namen des neuen Automobilkonzerns Volkswagen-Porsche. Es gebe entsprechende Überlegungen, aber noch keine Entscheidung, sagte Winterkorn. Die Auto Union ist ein legendärer deutscher Autokonzern, zu dem sich 1932 die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer zusammengeschlossen hatten. In den 60er Jahren übernahm VW Auto Union, führte aber nur die Marke Audi weiter.

Winterkorn will Chef bleiben

Der 62 Jahre alte Winterkorn betonte auch, dass er gerne weiterhin an der Spitze des größten europäischen Autokonzerns stehen würde. Das sei zwar eine Entscheidung des Aufsichtsrats, wäre aber eine reizvolle Aufgabe. Der neue Konzern wolle Toyota an der Weltspitze ablösen: “Mit Porsche bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass wir alle Möglichkeiten und alle Kraft haben, die neue Nummer 1 der Welt zu werden. Davon werden alle profitieren“, wird Winterkorn zitiert.

Vergangene Woche hatte VW nach monatelangem Ringen den Machtkampf mit Porsche gewonnen. Der Sportwagenbauer soll zehnte Marke bei den Wolfsburgern werden. Dazu wird VW voraussichtlich zunächst die Hälfte des Sportwagengeschäftes von Porsche kaufen, 2011 den Rest. Der Gesamtpreis soll 8 Milliarden Euro betragen. Die Verhandlungen über Einzelheiten des Zusammenschlusses würden allerdings noch schwierig werden, sagte Winterkorn.

Doch alle Beteiligten wollten die angestrebte Grundsatzvereinbarung bis 13. August. “Die Übernahme wird nicht einfach, aber wir werden ein Ergebnis erzielen“, wird Winterkorn zitiert. Der neue Konzern solle bis Mitte 2011 stehen.

ap

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