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VW ID.3 brennt komplett aus - Anwohner berichten von Explosionen

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Von: Markus Hofstetter

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In Groningen ist ein VW ID.3 komplett ausgebrannt. Anwohner berichten sogar von Explosionen. Die Fahrerin und ihr Kind kamen mit dem Schrecken davon.

Groningen - Brennende Elektroautos sorgen für viel Aufmerksamkeit. So ist es auch im Fall eines VW ID.3, der im niederländischen Groningen Feuer fing. Laut Auto Bild hat in der vergangenen Woche eine Mutter ihr Kind in das Auto gesetzt, als sie Rauch bemerkte. Die Frau reagierte geistesgegenwärtig und holte ihren Nachwuchs wieder aus dem Wagen, der kurze Zeit später in Flammen stand und komplett ausbrannte. Dem Bericht zufolge sollen Anwohner mindestens fünf Explosionen gehört haben. „Mit jedem Knall stieg auch die Rauchentwicklung“, wird ein Nachbar zitiert.

Die hinzugerufene Feuerwehr von Groningen konnte den Brand unter Kontrolle bringen. Außer einem in Mitleidenschaft gezogenen Nissan Leaf, der hinter dem VW ID.3 stand, gab es keine weiteren Schäden. Auch Personen wurden nicht verletzt.

VW ID.3 brennt komplett aus: Hersteller will Umstände untersuchen

Die Ursache für den Brand des VW ID.3 ist noch unbekannt. Volkswagen antwortete auf Nachfrage der Auto Bild: „Zur Ursache dieses Brandes können wir erst nach gründlicher Untersuchung des Fahrzeugs und der Umstände ein Statement abgeben.“

Elektroautos fangen selten Feuer, sie brennen nicht häufiger als Verbrenner. Autos gehen allerdings häufiger in Flammen auf als man denkt. Nach Auto Bild-Informationen brennen in Deutschland täglich 40 Autos, an Silvester und Neujahr sind es sogar jeweils 500. Fast alle sind demnach Benziner oder Diesel, Berichte darüber gibt es meist nur in den lokalen Medien.

VW ID.3 brennt komplett aus: Bundesregierung hält Elektroautos kein höheres Brandgefährdungspotenzial

Die FDP-Fraktion im Bundestag wollte es genau wissen, und stellte eine kleine Anfrage hinsichtlich der Gefahren in der E-Mobilität. „Aus Sicht der Bundesregierung besteht bei Elektrofahrzeugen derzeit kein höheres Brandgefährdungspotenzial als bei Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor,“ zitiert Heise.de aus der Antwort der Bundesregierung. Brandschutztechnisch und auch bei der Vermeidung von Bränden seien beide Techniken ähnlich zu bewerten. 

Der Brand eines Elektroautos sorgt allerdings für einen größeren Aufwand bei den Einsatzkräften. Im Akku kann das Feuer immer wieder entflammen, so dass am Ende nur dessen Versenken in ein spezielles Wasserbecken hilft. Im Falle des brennenden VW ID.3 war dies aber offenbar nicht nötig. Derweil geht der deutsche Feuerwehrverband mit einer Warnung an die Öffentlichkeit: Hersteller von E-Autos werden ihrer Verantwortung im Hinblick auf die Feuergefahr nicht gerecht.

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