+
Mehrere tausend gebrauchte Diesel-Fahrzeuge des deutschen Herstellers Volkswagen stehen auf dem Parkplatz des Silverdom-Stadions in Pontiac, Michigan. Foto: Jim West/ZUMA Wire

Abgas-Skandal

VW kommt bei Rückkaufprogramm in den USA gut voran

New York (dpa) - Volkswagen macht beim Entschädigungsprogramm für vom Abgas-Skandal betroffene US-Kunden rasche Fortschritte. Der Konzern habe bereits Rückkäufe und Leasing-Stopps bei 238 000 Dieselwagen abgewickelt, sagte US-Vertriebschef Mark McNabb dem "Wall Street Journal" (Freitag).

Damit hat VW bereits die Hälfte der Autos geschafft, bei denen sich der Konzern bislang im Rahmen von Vergleichen mit US-Sammelklägern zur Rücknahme verpflichtet hat.

Insgesamt geht es um rund 475 000 Dieselautos mit Zwei-Liter-Motoren. Bei weiteren etwa 80 000 größeren Modellen muss der mit den Anwälten der Kunden und den US-Behörden ausgehandelte Kompromiss noch abschließend richterlich genehmigt werden. "Wir liegen weit vor unserem Zeitplan", sagte McNabb der Zeitung. VW hat zwei Jahre Zeit, das im November gestartete Programm abzuschließen. Ein Grund für das rasche Tempo liegt in den attraktiven Rückkaufbedingungen. VW zahlt US-Kunden Prämien zwischen 5100 und 10 000 Dollar.

Der Konzern hofft, die zurückgekauften Autos als Gebrauchtwagen wieder im US-Markt unterbringen und so einen Teil der Milliarden-Folgekosten der Dieselaffäre hereinholen zu können. Bislang haben die US-Umweltbehörden dies aber nur bei einem geringen Teil der Fahrzeuge erlaubt, bei dem sie davon ausgehen, dass VW eine technische Umrüstung in einen legalen Zustand gelingt. Der Konzern hatte im September 2015 eingeräumt, mit Hilfe einer speziellen Software in großem Stil Stickoxidwerte manipuliert zu haben.

WSJ-Artikel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Besucherrückgang bei IAA
Frankfurt/Main (dpa) - Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am Main hat in diesem Jahr weniger Besucher angelockt als vor zwei Jahren. Wie der Verband …
Besucherrückgang bei IAA
Uber signalisiert Gesprächsbereitschaft in London
Der Fahrdienst-Vermittler Uber steht in London vor dem Aus. Dagegen regt sich Widerstand, vor allem bei jüngeren Kunden. Das Unternehmen geht unterdessen auf die …
Uber signalisiert Gesprächsbereitschaft in London
Experte: Keine steigenden Preise nach Air-Berlin-Aufteilung
Berlin - Bei der Aufteilung der insolventen Fluglinie Air Berlin sieht ein Reiseexperte derzeit nicht die Gefahr steigender Ticketpreise. "Es sind weder ein Monopol noch …
Experte: Keine steigenden Preise nach Air-Berlin-Aufteilung
US-Banken weitaus profitabler als europäische Konkurrenz
Zehn Jahre nach der Finanzkrise sprudeln an der Wall Street die Gewinne. Europas Banken hinken hinterher. Nach Einschätzung von Experten wird sich daran so schnell auch …
US-Banken weitaus profitabler als europäische Konkurrenz

Kommentare