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VW-Modelle: Designs und wirtschaftliche Entwicklung – die Baureihen aus Wolfsburg

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Einmal im Jahr lädt der Volkswagen-Konzern Medienvertreter zu einem Fototermin in die Autotürme in der Autostadt ein.
Die Baureihen der Volkswagen AG repräsentieren seit Beginn der 1940er-Jahre ein Stück Automobilgeschichte. © picture alliance/Peter Steffen/dpa

Die Baureihen der Volkswagen AG repräsentieren seit Beginn der 1940er-Jahre ein Stück Automobilgeschichte. Zugleich markieren die VW-Modelle die Meilensteine eines Konzerns, der einst gegründet wurde, um nach amerikanischem Vorbild die Serienproduktion von Autos in Deutschland anzukurbeln.

Wolfsburg – Die Stadt im Osten von Niedersachsen, in der die VW-Modelle gefertigt werden, beherbergt die größte Fabrik weltweit: Das Werksgelände des Volkswagenwerks Wolfsburg erstreckt sich über eine Gesamtfläche von sechseinhalb Quadratkilometern; die Gebäudefläche entspricht der Größe des Fürstentums Monaco. Die Industrieanlage stellt zugleich einen bedeutenden Teil der deutschen Kulturgeschichte dar, weshalb Teile von ihr als Industriedenkmal geschützt sind.

VW-Modelle – Fertigung in einer eigens dafür erschaffenen Stadt

Ebenso bemerkenswert wie die Daten rund um das VW-Werk und die dort produzierten VW-Modelle ist die Geschichte der Stadt Wolfsburg selbst:

VW-Modelle – das Volksauto, ein Projekt der Nationalsozialisten

Inspiriert durch den Erfolg des Automobilherstellers Henry Ford, planten die Nationalsozialisten zu Beginn der 1930er-Jahre die Massenmotorisierung Deutschlands. Als am 8. März 1934 in Berlin die 24. Internationale Automobil- und Motorradausstellung eröffnet wurde, forderte Hitler ein erschwingliches, autobahntaugliches Volksauto. Dieses sollte sich mit vier Sitzen für Familien eignen und 990 Reichsmark kosten: Die Idee des KdF-Autos – benannt nach der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ war geboren.

Das ehrgeizige Projekt sah vor, jährlich eineinhalb Millionen des Volksautos zu produzieren; weitere VW-Modelle waren nicht geplant. Mit der Entwicklung des Volkswagens beauftragte Hitler 1934 den Automobilkonstrukteur Ferdinand Porsche. Es wurde letztendlich nie gebaut.

VW-Modelle – Baureihen aus dem VW-Stammwerk in Wolfsburg

Das erste einer langen Reihe von Modellen, die in den vergangenen acht Jahrzehnten in Wolfsburg vom Band gingen, war der Käfer. Das heutige Kultauto wurde von Ende 1938 bis Sommer 2003 produziert und hielt weltweit den Rekord der meistverkauften Automobile. 2002 wurde er von einem weiteren Volkswagen übertroffen: dem seit 1974 gefertigten Golf.

Bis 1974 die Produktion des Golfs einsetzte, wurden alle Baureihen des Käfers in Wolfsburg gefertigt; von 1974 bis 1978 wurde er in Emden gebaut, 2003 endete in Mexiko die Produktion. Der Golf wurde als Kleinwagen 1993 durch ein Kombi-Modell ergänzt, den Golf Variant. Dieser wurde anfänglich in Wolfsburg hergestellt und später ausgelagert.

Ein weiterer Klassiker unter den VW-Modellen aus Wolfsburg ist der VW Bus oder Bulli, der 1950 in Serienfertigung ging. Bisher erschienen die Baureihen T1 bis T6, die Produktion wurde 1956 nach Hannover verlegt. Touran und Tiguan werden hingegen in Wolfsburg gefertigt.

VW-Modelle – VW-Produktionsstätten in Mexiko, Brasilien und weiteren Ländern

Der VW-Konzern verfügt weltweit über 125 Produktionsstätten, darunter Mexiko, Brasilien, Südafrika und China. Die Fertigung außerhalb Europas umfasst neben europäischen auch lokal entwickelte VW-Modelle wie den brasilianischen Gol.

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