Porsche: Der Stuttgarter Sportwagenbauer stockt seine Anteile vom kroatischen Hypercar-Hersteller Rimac erneut auf.
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Porsche: Der Stuttgarter Sportwagenbauer stockt seine Anteile vom kroatischen Hypercar-Hersteller Rimac erneut auf.

Volkswagen-Umbau

Porsche stockt bei Hypercar-Spezialisten auf – Für Luxus-Tochter Bugatti stehen Zeichen auf Abschied

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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VW-Chef Herbert Diess trimmt den Autobauer auf alternative Antriebe und ordnet den Konzern neu. Für den Luxus-Sportwagenbauer Bugatti sind die Tage im VW-Reich wohl gezählt.

Stuttgart - Die VW-Tochter Porsche AG stockt ihre Beteiligung am kroatischen Sportwagenbauer Rimac erneut auf. Der Aufsichtsrat habe in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, die Beteiligung „an Rimac Automobili von 15 auf 24 Prozent zu erhöhen“, teilten die Schwaben am Montag mit.

Den Schritt lassen sich die Stuttgarter 70 Millionen Euro kosten. Bereits im September 2019 hatte Porsche seine Anteile an dem Unternehmen aus der Nähe von Zagreb im Rahmen einer Kapitalerhöhung um 15 Prozent angehoben. „Rimac sei „bei prototypischen Lösungen und Kleinserien hervorragend aufgestellt“, sagte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke. 

Aus Branchenkreisen heißt es, die erneute Kapitalerhöhung könnte nun den Weg für einen Verkauf der VW-Tochter Bugatti an Rimac freimachen. Mit einer Jahresproduktion von rund 80 Fahrzeugen und Preisen in Millionenhöhe gilt die traditionsreiche Manufaktur aus dem Elsass als exklusivster Autobauer der Welt. Als einer der größten Bugatti-Fans gilt Cristiano Ronaldo. Der Portugiese soll mit dem Bugatti Centodieci, dem Bugatti Veyron und dem Bugatti Chiron gleich drei Boliden aus der elsässischen Manufaktur in der Garage haben.  

VW: Wiederholt Spekulationen um Zunkunft von Bugatti

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Bugatti gegeben. So hatte etwa die Nachrichtenagentur Bloomberg über eine bevorstehende Trennung von Bugatti berichtet und auf strategische Fragen verwiesen. VW-Chef Herbert Diess trimmt den Konzern mit Macht Richtung E-Mobilität. Die Luxus-Schlitten mit Motorleistungen von 1500 PS passen da aber nicht mehr so recht ins Konzept.

Demgegenüber hat Rimac frühzeitig auf E-Antriebe gesetzt. Die Hypercars aus Kroatien haben bis zu 2000 PS und bringen es auf aberwitzige - und durchaus fragwürdige - Spitzen-Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Neben Mega-Boliden liefert das 2009 gegründete Unternehmen auch Komponenten für mehrere namhafte Hersteller von E-Antrieben zu. Zu den Kunden gehört auch Porsche.

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