Weltgrößter Autobauer in den Schlagzeilen

Erneute Razzia bei VW im Diesel-Skandal: Verdächtiger Motor stand früher bereits im Fokus

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Die Staatsanwaltschaft hat erneut Räume bei Volkswagen durchsucht. Offenbar geht es um einen Diesel-Motor, der VW schon einmal Probleme bereitete.

  • Bei VW hat es erneut eine Razzia gegeben.
  • Volkswagen bestätigte die Durchsuchung.
  • Offenbar geht es um eine verbotene Abschaltvorrichtung in einem Diesel-Motor.
  • Wolfsburg - Volkswagen kommt im Diesel-Skandal nicht aus den Schlagzeilen. Jetzt folgte der nächste Rückschlag für Deutschlands größten Autobauer, der auch in der Welt die Nummer eins ist. Am Dienstag durchsuchte die Staatsanwaltschaft Braunschweig Büroräume der Volkswagen AG in der Wolfsburger Firmenzentrale.

    VW bestätigte die Razzia. Sie hänge mit Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte zusammen und beziehe sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte die Durchsuchung ebenfalls. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wollte sie sich dazu allerdings nicht weiter äußern. Auch wenn man die Rechtsauffassung und die daraus resultierenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft für unbegründet halte, kooperiere das Unternehmen. Auch bei BMW gab es kürzlich eine Razzia, wie merkur.de* berichtete.

    Durchsuchung bei Volkswagen: Motor stand früher bereits im Fokus

    Mit dem nun offenbar verdächtigen Motor hatte VW schon einmal Schwierigkeiten. Laut VW war der Motor EA 288 mit der Abgasnorm Euro-6, der ein Nachfolger des VW-Skandalmotors EA 189 ist, 2015 schon untersucht worden. Und auch in den vergangenen Monaten stand der Motor im Fokus. Wie der SWR etwa berichtete, sollte darin eine verbotene Abschaltvorrichtung verbaut worden sein.

    Volkswagen bekräftigte im September 2019, dass kein Fahrzeug mit dem Dieselmotor EA 288 nach dem heute gültigen Abgasstandard EU6 eine Zykluserkennung enthalte. Eine Auffassung, der im übrigen auch das Bundesverkehrsministerium sowie das Kraftfahrt-Bundesamt entsprachen.

    Razzia bei VW: Müssen Kunden jetzt bangen?

    Droht Volkswagen-Kunden nun Ungemach? Der Motor EA 288, um den sich die neueste Razzia offenbar dreht, wurde seit dem Jahr 2012 in Hunderttausende Diesel-Autos des Konzerns verbaut. Neben Golf, Passat und Tiguan-Modellen wurden auch Fahrzeuge der Töchter Skoda, Audi und Seat ausgestattet.

    Volkswagen bemüht sich seit Bekanntwerden des Diesel-Skandals im Jahr 2015 um Wiedergutmachung. Im Mai diesen Jahres startete VW dann noch eine internationale Marketingkampagne zur E-Mobilität. Den vorläufigen Höhepunkt bildete der Start der Massenfertigung des Elektroautos ID.3 im Werk in Zwickau.

    *merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    mt/dpa

    Rubriklistenbild: © dpa / Sina Schuldt

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