Auffälliger X3 entdeckt

VW-Skandal: Auch BMW-Aktie unter Druck

Wolfsburg/München – Volkswagens Abgas-Skandal zieht immer weitere Kreise. Nun gerät auch die BMW-Aktie unter Druck. Ein BMW X3 ist bei Abgastests auffällig geworden.

Update vom 29. September 2015: Nicht nur VW setzt die Krise um die Abgasmanipulation zu. Auch andere Marken sind betroffen. Neben VW gibt es auch Modelle von Audi, Seat und Skoda die betroffen sind.

Der Münchner Konzern kann sich die Werte nicht erklären, verneint aber Manipulationen. In einem Straßentest des International Council on Clean Transportation, dessen Nachprüfungen zuvor auch die VW-Affäre ausgelöst hatten, habe der BMW-Geländewagen die europäische Abgasnorm für Stickoxide um mehr als das Elffache überschritten, will die Zeitschrift „Auto Bild“ erfahren haben. Die Aktie von BMW brach zeitweise um 10 Prozent ein.

Die Aktienmärkte reagieren extrem nervös, was die Autobranche betrifft. Schließlich brachte der Volkswagen-Skandal eine ganze Industrie ins Zwielicht. Die Motoren wurden mit einer Software ausgestattet, die die Messung des Ausstoßes von Stickoxiden manipulierte. Klar ist, dass auch vier Reihen der Tochter Audi betroffen sind: Der Motor vom Typ EA 189 sei in Modellen des A1, A3, A4 und A6 verbaut worden, sagte ein Audi-Sprecher.

Die genauen Baujahre und die Anzahl der Fahrzeuge könnten aber noch nicht genannt werden. Ob die Autos von den Software-Manipulationen betroffen seien, könne man ebenfalls noch nicht sagen, hieß es bei Audi. Auch der VW-Konzern selbst bereitet unter Hochdruck eine Liste der in die Abgas-Affäre einbezogenen Dieselautos vor. Da VW-Motoren auch in den Modellen der Konzernmarken Skoda und Seat verbaut werden, sind auch diese Marken betroffen. Ein Skoda-Sprecher bestätigte, Modelle der Reihen Fabian, Roomster, Octavia und Superb aus den Jahren 2009 bis 2013 seien teils mit den getürkten Motoren ausgestattet.

Wer von den Manipulationen wann im Konzern wusste, ist aber weiterhin unklar. Interne Untersuchungen laufen. Nach dem Rücktritt von VW-Chef Martin Winterkorn müssen aber offenbar weitere Top-Manager gehen. Die Entwicklungschefs von Porsche und Audi müssen nach Medienberichten ihre Posten räumen. Als Nachfolger Winterkorns wird unterdessen Porsche-Chef Matthias Müller gehandelt. 

Rubriklistenbild: © afp

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