VW-Tochterfirma

Audi rückt beim Abgasskandal in den Fokus

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New York - Entgegen aller Beteuerungen, nicht manipuliert zu haben, soll es nun Informationen geben, dass Audi auch am Abgasskandal beteiligt war. Die VW-Tochter hatte besonders mit einer Funktion Probleme.

Nach VW rückt nun das Tochterunternehmen Audi in den Mittelpunkt des Abgasskandals. In einer Anklageschrift hat die New Yorker Staatsanwaltschaft dem Autobauer vorgeworfen, schon im Jahr 2004 eine Abschalteinrichtung eingesetzt zu haben. Das geht aus Recherchen von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung hervor.

Die Einrichtung hatte eine bestimmte Funktion: Das Geräusch des Diesels dämpfen. Die problematische Folge: Die Abgaswerte lagen über der gesetzlichen Norm. Audi soll deshalb mit einer speziellen Software bei Tests den Wert manipuliert haben.

Audi wehrt sich gegen Vorwürfe

Sollten die Informationen, die von den internen Untersuchungen durch die Anwaltskanzlei Jones Day stammen, stimmen, dann widerspricht das den Aussagen von Audi in der jüngeren Vergangenheit. Der Autobauer behauptete, man habe keine Abschalteinrichtung im engeren Sinne eingesetzt. Audi betonte hingegen, man habe lediglich vergessen, den Zulassungsbehörden bestimmte Softwarefunktionen der Abgasreinigung offenzulegen, die zum Schutz des Motors wichtig gewesen seien.

Wie NDR, WDR und SZ berichten, wollten sich weder Audi noch VW dazu äußern. Audi verwies demnach an den VW-Konzern, der sich wegen laufender Ermittlungen nicht äußern könne.

ms

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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