1. Startseite
  2. Wirtschaft

VW rudert zurück: Keine E-Autos mehr für Angestellte - dafür Verbrenner

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Ein VW-Arbeiter arbeitet mit Handschuhen an einem ID.3.
Für VW Mitarbeiter gibt es vorerst keine E-Autos mehr. © Matthias Rietschel7picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der deutsche E-Auto-Vorreiter Volkswagen rudert zurück. Mitarbeiter müssen nun wieder Verbrenner fahren.

Wolfsburg - Volkswagen hat sich langsam auch in der E-Auto-Branche einen Namen gemacht. Der Wolfsburger Autohersteller konkurriert mittlerweile mit Branchen-Größen wie Tesla. Immer wieder macht Volkswagen nach außen hin klar, wie wichtig der Umstieg auf E-Fahrzeuge doch ist. Doch jetzt scheint der Autobauer es selbst zu sein, bei dem die Verkehrswende ins Stocken gerät.

VW: Halbleitermangel wirkt sich nun auch auf Dienstwägen aus

Denn die VW-Mitarbeiter erhalten vorerst keine E-Autos als Dienstwägen mehr. Das teilte der Konzern den rund 18.000 Dienstwagenberechtigten in einer Mail mit, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet. Bei Volkswagen könnten demnach derzeit keine neuen E-Autos als Dienstwägen bestellt werden und die Auslieferung der bereits bestellten, werde sich verzögern.

Schuld daran ist der Halbleitermangel, der die gesamte Auto-Industrie aktuell in Atem hält. Die Lieferengpässe der dringend benötigten Mikrochips sorgen immer wieder für Kurzarbeit und sogar zwischenzeitliche Produktionsstopps. Derweil steigt die Nachfrage nach E-Autos bei den Verbrauchern immer weiter. VW-Kunden müssen bereits Wartezeiten von bis zu einem Jahr in Kauf nehmen.

VW-Mitarbeiter müssen ihre Autos länger fahren

Daher müssen Mitarbeiter nun erst einmal zurückstecken und sich wieder mit Verbrennern begnügen. Schließlich hat die Belieferung externer Kunden Priorität.

Zudem hat sich VW noch eine weitere Regelung einfallen lassen, welche die Werke entlasten und die Situation entspannen soll. Demnach sollen Dienstwägen künftig mindestens zwölf Monate lang von Mitarbeitern gefahren werden, ehe sie ein neues Auto erhalten. Bisher waren die Abstände zwischen den Wechseln deutlich kürzer. Diese Änderung dürfte sich auch stark auf den Gebrauchtwagenmarkt auswirken. Derzeit finden sich dort bereits deutlich weniger Autos als in den vergangenen Jahren. (ph)

Auch interessant

Kommentare