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Mit einem neuen Ressort will VW Verstöße in Zukunft besser aufklären.

Zur Aufklärung von Verstößen

VW will neuen Vorstandsbereich schaffen

Wolfsburg - Als Reaktion auf die Abgasaffäre will der Volkswagenkonzern einem Bericht zufolge einen neuen Vorstandsbereich schaffen, der Gesetzesverstöße in Zukunft verhindern soll.

Die Schaffung des Ressorts Recht und Compliance sei "der nächste logische Schritt", zitierte der Rechercheverbund aus "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR am Freitag Unternehmenskreise. Compliance ist der Fachbegriff für die Verhinderung beziehungsweise Aufklärung von Verstößen. Ein VW-Sprecher bezeichnete den Bericht auf Anfrage als "Personalspekulation", die VW nicht kommentiere.

Nach Informationen des Rechercheverbunds laufen bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten für das neue Amt. Insider rechneten damit, dass der neue Posten schon in den kommenden zwei, drei Wochen besetzt werden könnte.

Der Konzern steht unter großem Druck, weil wegen der Manipulation von Abgaswerten hohe Straf- und Schadenersatzzahlungen vor allem in den USA drohen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte am Donnerstag das VW-Stammwerk in Wolfsburg und mehrere Privatwohnungen an verschiedenen Orten durchsucht. Ziel war den Angaben zufolge die Sicherstellung von Unterlagen und Datenträgern. Volkswagen erklärte, den Ermittlern eine "umfassende Dokumentensammlung" übergeben zu haben.

Mitte September war bekannt geworden, dass VW in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert hatte, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Die Software ist in insgesamt elf Millionen Fahrzeuge weltweit eingebaut.

AFP

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