Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

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VW-Affäre: Ermittlungen ausgeweitet

- Braunschweig/Wolfsburg - In der VW-Affäre um Betrugs- und Untreuevorwürfe sowie Sexpartys auf Unternehmenskosten hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen erneut ausgeweitet. Es gebe mittlerweile einen zehnten Beschuldigten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Braunschweiger Zeitung". Der Mann soll an einer Sexparty auf VW-Kosten teilgenommen haben.

Es handle sich weder um ein Mitglied des VW-Vorstands noch um einen Betriebsrat, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Gegen den Mann werde wegen des Verdachts auf Betrug und Beihilfe zur Untreue ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der VW-Affäre bereits unter anderem gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz und ExBetriebsratschef Klaus Volkert. Beide waren im Sog der Affäre zurückgetreten. Erst Mitte Oktober war der Kreis der Beschuldigten um drei Personen erweitert worden, darunter Audi-Betriebsratschef Xaver Meier.

Die Affäre war im Sommer ins Rollen gekommen, als ein Netz von Tarnfirmen aufgeflogen war. Mit deren Hilfe soll der ehemalige SkodaPersonalchef Helmuth Schuster angeblich Geld auf eigene Konten umgeleitet haben, das eigentlich VW zugestanden hätte. An diesen Geschäften soll auch der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer beteiligt gewesen sein. Gebauer soll zudem Sexpartys organisiert haben. Gegen Schuster und Gebauer ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue.

Der niedersächsische Bund der Steuerzahler stellte am Freitag im Zusammenhang mit der VW-Affäre nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Strafanzeige wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Aufwendungen von VW "für Lustreisen und Bordellbesuche von VW-Aufsichtsmitgliedern und Mitarbeitern" seien keine Betriebsausgaben. Außerdem hätten sie als so genannter geldwerter Vorteil von VW der Lohnsteuer unterworfen und von den Begünstigten bei der Einkommenssteuer angegeben werden müssen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Freitag, bei der Behörde sei noch keine derartige Anzeige eingegangen.

Mit Spannung erwartet wird am kommenden Freitag (11.) ein Bericht der von VW eingeschalteten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zur VW-Affäre. Dieser soll dem VW-Aufsichtsrat bei dessen Tagung vorgelegt werden.

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