VW: Kräftiges Absatzplus

Wolfsburg - Der Volkswagenkonzern hat in den ersten zwei Monaten des Jahres den weltweiten Absatz um ein Viertel auf eine Million Autos gesteigert.

“In Deutschland und China haben wir neue Höhen erklommen“, sagte VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn am Donnerstag laut Manuskript bei der Vorstellung der Bilanz in Wolfsburg. Nachdem der Nettogewinn im Jahr 2009 um rund 81 Prozent auf nur noch 911 Millionen Euro eingebrochen war, rechnet Winterkorn für 2010 mit höheren Gewinnen, höherem Absatz und höheren Umsatzzahlen. Winterkorn kündigte für das laufende Jahr ein Modellfeuerwerk von 70 Neuheiten an. Er nannte als Höhepunkte den neuen Kleinwagen Audi A1 und den erneuerten VW Touareg und Passat.  

Winterkorn kündigt 70 neue Modelle an

Der Volkswagenkonzern hatte 2009 einen schweren Gewinneinbruch verbucht, obwohl der Autobauer trotz Wirtschaftskrise so viele Wagen wie noch nie an die Kunden gebracht hatte. Der Konzern musste den Kunden aber trotz staatlicher Kaufhilfen in vielen Ländern bessere Preise einräumen: Obwohl der VW-Absatz um 1,3 Prozent auf 6,3 Millionen Autos anzog, lag der Umsatz 7,6 Prozent niedriger - bei 105,2 Milliarden Euro. Damit fiel der Durchschnittserlös pro Auto ebenfalls niedriger aus. Der VW-Nettogewinn fiel 2009 um rund 81 Prozent auf nur noch 911 Millionen Euro, wie der Konzern schon früher mitgeteilt hatte.

Staatliche Absatzhilfen in den Hauptmärkten Deutschland, Brasilien und China stürzten den Absatz im Jahr der tiefsten Krise der weltweiten Autoindustrie. Winterkorn betonte laut Manuskript, trotz Einbruch von Umsatz und Gewinn werde VW an der Strategie 18 plus festhalten. Danach soll der Absatz in drei bis fünf Jahren von jetzt 6,3 Millionen Autos auf 8 Millionen Stück steigen. Bis zum Jahr 2018 will VW den Absatz sogar auf mehr als 10 Millionen Fahrzeuge pushen. Der bisherigen Marktführer Toyota lag 2009 bei 7,8 Millionen Stück. VW will Toyota überholen.

dapd/dpa

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