Wacker Chemie baut Standort Burghausen aus

München: - MÜNCHEN - Das Chemieunternehmen Wacker Chemie baut angesichts der hohen Nachfrage der Solarindustrie seinen Standort Burghausen weiter aus. Die Polysilicium-Produktion werde dort bis 2010 um weitere 7.000 Tonnen pro Jahr auf dann 21.500 Tonnen erweitert, teilte die Gesellschaft in München mit.

Die Kosten beliefen sich auf rund 400 Millionen Euro. Es sollen etwa 200 neue Arbeitsplätze entstehen. "Die jetzt beschlossene Erweiterung trägt der starken Nachfrage unserer Kunden Rechnung", sagte Wacker-Chef Peter-Alexander Wacker. Inklusive bereits beschlossener Erweiterungsmaßnahmen solle angesichts der wachsenden Nachfrage nach Solarenergie die derzeitige Kapazität von etwa 6.500 Tonnen pro Jahr deutlich erhöht werden.

Wacker erwartet für die nächsten Jahre ein weiteres Wachstum des Solarmarktes. Für den Polysiliciumbedarf der Solarindustrie lasse dies zweistellige jährliche Steigerungsraten erwarten, hieß es. Auch für die Elektronikindustrie rechnet die im MDAX gelistete Gesellschaft mit einem knapp zehnprozentig steigenden Polysiliciumbedarf.

Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. Die Aktie setzte sich in einem freundlichen Marktumfeld mit einem Kurssprung um 3,68 Prozent auf 166,05 Euro an die zweite Stelle der Gewinnerliste im MDAX. Die HVB sieht in der Ankündigung der Kapazitätsausweitung eine positive Nachricht. M.M.Warburg-Analyst Sven Dopke beurteilt die Erweiterung ebenfalls positiv: "Das Investitionsprojekt untermauert die Wachstumsstrategie in Märkten mit einer hohen Nachfrage." Das beflügle natürlich die Fantasien.

Wacker hatte bereits im vergangenen Jahr einen Ausbau des Standorts begonnen und dafür 300 Millionen Euro reserviert. Beide Ausbaustufen sollen im Jahr 2009 abgeschlossen werden. Mit der Erweiterung trägt das Chemieunternehmen nach eigenen Angaben dem weltweit steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilicium Rechnung.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Italien schafft 1- und 2-Cent-Münzen ab
In Zukunft werden die Preise für Waren und Dienstleistungen auf den nächsten 5-Cent-Betrag gerundet werden.
Italien schafft 1- und 2-Cent-Münzen ab
Telekom-Chef: „Kunden sollen nicht mehr ganzen Tag auf Techniker warten“
Wer hat noch nie stunden- und tagelang auf einen Telekom-Techniker gewartet? Der Konzern wird den Service jetzt deutlich verbessern - verspricht Boss Timotheus Höttges.
Telekom-Chef: „Kunden sollen nicht mehr ganzen Tag auf Techniker warten“
Neues Bezahlgefühl: Italien schafft diese Münzen ab
Im Italien-Urlaub müssen sich Deutsche künftig umstellen. Denn das Land wird sehr bald zwei Münzen aus dem Zahlungsverkehr nehmen.
Neues Bezahlgefühl: Italien schafft diese Münzen ab
Deutsche Autobauer fluten nicht amerikanischen Markt
Dem US-Präsidenten fahren in seiner Heimat zu viele deutsche Autos herum - während amerikanische Konzerne in der Bundesrepublik zu wenig vertreten seien. Eine …
Deutsche Autobauer fluten nicht amerikanischen Markt

Kommentare