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Wacker Chemie hat im vierten Quartal die Finanzkrise deutlich zu spüren bekommen.

Wacker Chemie bekommt Wirtschaftskrise zu spüren

München - Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat beim Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie im vierten Quartal deutliche Spuren hinterlassen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach nach vorläufigen Zahlen trotz eines leichten Umsatzplus von 205 Millionen Euro im Vorjahr auf 120 Millionen Euro ein.

Dabei machte dem Unternehmen aus München vor allem der starke Nachfragerückgang in der Bau-, Automobil- und Halbleiterindustrie zu schaffen. Wacker hatte deshalb bereits Kurzarbeit angekündigt. Hinzu kamen Unternehmensangaben zufolge Einmalzahlungen von 55 Millionen Euro an Pensionskassen im In- und Ausland. Robust zeigte sich lediglich das Geschäft mit Silizium für die Solarindustrie. Prognosen zum laufenden Gesamtjahr 2009 wagte der Konzern nicht.

Unternehmenschef Rudolf Staudigl bezeichnete die Bilanz in einer Mitteilung am Mittwoch lediglich als "äußerst solide". "Damit sehen wir uns gut gerüstet, um die Herausforderungen des laufenden Jahres zu meistern." Händler zeigten sich über die Eckdaten und den fehlenden Ausblick enttäuscht und schickten die Aktie nach anfänglichen Gewinnen auf Talfahrt. Der Titel fiel am Morgen auf ein neues Kurstief bei 52,35 Euro und gab bis zum Mittag um 1,24 Prozent auf 55,77 Euro nach. Damit war die Aktie Schlusslicht im MDAX.

Die Trends in den Unternehmenssparten setzten sich aktuell fort, berichtete Wacker. Um Kosten zu sparen, drosselt die Gesellschaft daher die Produktion und führt, wie bereits angekündigt, im Inland Kurzarbeit ein. Auch an den ausländischen Standorten greife Wacker zu vergleichbaren Maßnahmen, hieß es weiter.

Trotz des schwachen vierten Quartals schloss Wacker Chemie das Gesamtjahr mit Rekorden ab und erfüllte damit die eigenen Prognosen. Der Umsatz kletterte 2008 den Angaben zufolge nach vorläufigen Zahlen um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 1,05 (1,00) Milliarden Euro. Wacker will am 18. März seine endgültigen Zahlen und Details zum Geschäftsjahr 2008 vorlegen.

dpa

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