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Wacker Chemie trotzt hohen Rohstoffpreisen - und liefert neue Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis

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Blick auf die Firmenzentrale der Wacker Chemie AG.
Der Münchner Spezialchemiekonzern Wacker Chemie ist auf Rekordkurs.  © Andreas Gebert/dpa/Archivbild

Die boomende Nachfrage aus der Chip- und Solarindustrie hat der Münchner Wacker Chemie ein herausragendes Jahr beschert. Umsatz und Ergebnis erreichten Rekordstände.

München - Der Münchner Spezialchemiekonzern Wacker Chemie ist trotz gestiegener Rohstoff- und Energiepreise* auf Rekordkurs. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr vor allem dank des boomenden Geschäfts mit Polysilizium für die Solar- und Chip-Industrie um fast ein Drittel auf 6,2 Milliarden Euro nach oben geschnellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Wacker Chemie verzeichnet anhaltend hohe Nachfrage

Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 1,5 Milliarden Euro (2020: 0,67 Milliarden Euro) - das sei ebenfalls ein Rekordwert. Der Nettogewinn hat sich auf 780 Millionen Euro sogar fast vervierfacht. 2020 lag er noch bei 202 Millionen Euro. Dabei belasteten hohe Preise für Rohmaterialien und Strom für die energieintensive Produktion das operative Ergebnis mit einer halben Milliarde Euro stärker als noch im Herbst gedacht.

„In den meisten unserer Abnehmerbranchen war die Nachfrage das gesamte Jahr hindurch anhaltend hoch“, sagte Vorstandschef Christian Hartel. „Gleichzeitig haben wir für unsere Produkte deutlich bessere Preise als 2020 erzielt. Das hat auch dazu beigetragen, dass wir die zum Teil stark gestiegenen Rohstoffpreise kompensieren konnten.“ Die Nachfrage sei auch im neuen Jahr ungebrochen.

Boomendes Geschäft mit Polysilizium

Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2021 lagen noch über den im Herbst angehobenen eigenen Erwartungen: Im September hatte Wacker einen Umsatz von sechs Milliarden und ein operatives Ergebnis von 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das trieb die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie vorbörslich um drei Prozent nach oben.

Besonders gut lief es 2021 im Geschäft mit Polysilizium, das für Photovoltaik-Anlagen ebenso gebraucht wird wie zur Produktion von Halbleitern. Die Digitalisierung in der Corona-Pandemie hat die Chip-Nachfrage nach oben schnellen lassen. In der Sparte Polysilicon verdoppelte sich der Umsatz* fast auf 1,53 Milliarden Euro. Mit 655 Millionen Euro steuerte sie fast die Hälfte zum operativen Konzernergebnis bei. (rtr)

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