Wacker erzielt vor Führungswechsel einen Rekordgewinn

München - Der Chemie-Konzern Wacker ist nach einem Rekordgewinn auch für das laufende Jahr optimistisch.

"Globale Wachstumstrends wie Energieeffizienz, Klimaschutz, die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen und der zunehmende Wohlstand in den Schwellenländern treiben die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten", sagte Konzern-Chef Peter-Alexander Wacker am Donnerstag in München. Der Vorstandsvorsitzende wechselt im Mai in den Aufsichtsrat. Rudolf Staudigl (54), derzeit im Vorstand unter anderem für Forschung und Personal verantwortlich, soll den Konzern auf Rekordkurs halten.

Im vergangenen Jahr stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 27 Prozent auf erstmals eine Milliarde Euro. Damit gehöre der Konzern in Sachen Rendite zu den Besten der Branche, zog Peter-Alexander Wacker Bilanz. Auch unter dem Strich erzielte der Konzern einen Rekordgewinn. Der Gewinn je Aktie stieg von 6,46 auf etwa 8,50 Euro. Damit ergibt sich ein Anstieg des Überschusses von 311 auf mehr als 420 Millionen Euro.

Der Umsatz legte um gut 13 Prozent auf 3,78 Milliarden Euro zu. Dabei konnte der Konzern die Erlöse in allen Geschäftsbereichen steigern. Besonders stark fiel der Zuwachs in der Sparte Wacker Polysilicon aus. Hier profitierte der Konzern von der rasant steigenden Nachfrage nach polykristallinem Reinstsilizium und höheren Preisen - der Umsatz sprang um 40 Prozent auf 457 Millionen Euro.

Der Konzern baute 2007 seine Kapazitäten aus und schuf im In- und Ausland neue Arbeitsplätze. Auch im laufenden Jahr will Wacker schneller wachsen als die Weltwirtschaft. Die Wacker Chemie AG ist seit 2006 an der Börse und ist im MDAX notiert. Nach Bekanntgabe der Jahreszahlen stieg der Aktienkurs zeitweise um rund zwei Prozent auf 149 Euro.

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