Wacker überwindet historischen Tiefpunkt

- München - Die Wacker Chemie GmbH hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Konzern machte 2003 einen Verlust von 95 Millionen Euro, den höchsten in der 90-jährigen Firmengeschichte. Gleichzeitig sank der Umsatz um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Peter-Alexander Wacker, Sprecher der Geschäftsführung, sagte bei der Bekanntgabe der Zahlen, man könne mit der Bilanz nicht zufrieden sein. Für das laufende Jahr ist er aber zuversichtlich: "Es geht wieder aufwärts."

Wesentliche Ursache für die sinkenden Umsätze im vorigen Jahr war nach Angaben von Wacker neben der lauen Weltkonjunktur und den steigenden Rohstoffpreisen der starke Euro. Der hat seit 2002 gegenüber dem Dollar um rund 40 Prozent zugelegt und belastete das Geschäft des Münchner Unternehmens erheblich, weil es rund die Hälfte seiner Erlöse im Dollarraum erwirtschaftet. Wäre der Kurs der US-Währung zum Euro gleich geblieben, hätte Wacker lediglich ein Umsatzminus von 0,5 Prozent geschrieben.<BR><BR>Der Chemiekonzern reagierte auf das malade Geschäft des vergangenen Jahres mit einem Tritt auf die Kostenbremse. Ein Werk in Malysia schloss seine Tore, zudem sparte die Geschäftsführung beim Personal: Insgesamt strich sie 1000 Stellen, unter anderem in den USA. Zudem einigte sie sich mit den Mitarbeitern auf einen Lohnverzicht.<BR><BR>"Wir haben im vergangenen, sehr schwierigen Jahr die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die jetzt beginnen sich auszuzahlen", erklärte Peter-Alexander Wacker. Denn in den Monaten Januar bis März 2004 verzeichnete der Konzern wieder Zuwächse. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 625 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um ein Viertel auf 30 Millionen Euro zu.<BR><BR>Angesichts dieser Zahlen will der Konzern im Jahr 2004 wieder Gewinne machen und den Umsatz vor allem in China steigern, wie Peter-Alexander Wacker verkündete. Außerdem soll der Börsengang der Tochter Siltronic nachgeholt werden, der im März nach den Anschlägen von Madrid kurzfristig abgesagt worden war. Einen genauen Zeitpunkt nannte Wacker aber nicht.<BR>

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