Wacker-Chemie wieder im Plus

- München - Mit Stellenabbau, Lohnkürzungen und Rückenwind durch eine bessere Konjunktur ist Wacker-Chemie wieder in der Gewinnzone und hat ihre Schulden deutlich reduziert. Lediglich der Halbleiterbereich Siltronic weise noch Verluste auf. "Wir werden das Halbleitergeschäft wieder in schwarze Zahlen führen. Die Finanzierung ist gesichert", sagte Peter-Alexander Wacker, Sprecher der Geschäftsführung der Wacker-Chemie GmbH, München.

<P>Der Wacker-Konzern setzte im vergangenen Jahr 2,54 Milliarden Euro um, ein Plus von drei Prozent. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von minus 95,4 Millionen auf plus 79,5 Millionen Euro. Ohne die hohen Öl-, Energie- und Rohstoffkosten, die Wacker nur bedingt über die Preise habe weitergeben können, wäre das Wachstum noch höher ausgefallen. Die Finanzschulden senkte der Konzern von 995,7 auf 851,4 Millionen Euro. Der Personalaufwand wurde von 925,8 auf 885,4 Millionen Euro reduziert. </P><P>Wacker beschäftigte zum 31. Dezember 2004 weltweit 14 688 Menschen (Vorjahr 15 622). Der Rückgang um 6 Prozent kam hauptsächlich über Verkäufe von Geschäften und Stellenstreichungen bei der defizitären Tochter Siltronic zu Stande. Im Inland wurde mit den 11 344 Beschäftigten eine Senkung der Entlohnung bei entsprechend reduzierter Arbeitszeit vereinbart.</P><P>Gegenwärtig gebe es laut Wacker keine Pläne für Standortschließungen oder neuen Stellenabbau. "Wir prüfen die Errichtung einer Biologics-Fertigung in größerem Maßstab hier in Deutschland. Das dafür notwendige Investment beträgt 50 Millionen Euro und schafft etwa 200 Arbeitsplätze", sagte Wacker. Als Standort komme unter anderem Wasserburg in Frage, wo Wacker die Wafer-Produktion eingestellt hat. Im Stammwerk Burghausen würden 200 Millionen Euro investiert, um die Fertigungskapazitäten auszuweiten. Dadurch entstünden 100 neue Arbeitsplätze.</P>

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