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Das Logo des Waffenherstellers Heckler & Koch in Oberndorf (Baden-Württemberg). Foto: Patrick Seeger

Nachfolge von Norbert Scheuch

Waffenhersteller Heckler & Koch bekommt neuen Chef

Oberndorf (dpa) - Der Waffenhersteller Heckler & Koch bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Zum Mai werde Jens Bodo Koch (45) von der Spitze des Bremer Sonarsystem-Produzenten Atlas Elektronik zu dem schwäbischen Unternehmen wechseln, teilte H&K in Oberndorf mit.

Koch tritt die Nachfolge von Norbert Scheuch (58) an, der Ende August überraschend entlassen worden war. Scheuch klagt vor dem Landgericht Rottweil auf Wiedereinstellung, das Verfahren ist für Anfang April geplant.

Mit Koch werde man den eingeschlagenen Erfolgskurs fortsetzen, erklärte H&K-Aufsichtsratschef Dieter John. Die schwäbische Waffenschmiede mit gut 800 Beschäftigten drückt eine Schuldenlast, die unter Scheuchs Amtsführung aber reduziert werden konnte - die Firma schrieb zuletzt auch bessere Zahlen. Heckler & Koch stellt Sturmgewehre, Pistolen, Maschinengewehre und Granatwerfer her.

Die Thyssenkrupp-Tochter Atlas Elektronik beschäftigt nach eigenen Angaben 2100 Mitarbeiter. Standorte gebe es unter anderem bei Hamburg, Kiel und in Wilhelmshaven sowie in Großbritannien, Indien und den USA. Das Unternehmen stellt Elektronik für Schiffe und U-Boote her. 2017 kam Atlas auf einen Umsatz von 434 Millionen Euro.

Heckler & Koch ging nach dem Zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen Mauserwerken hervor, zwei Ingenieure namens Heckler und Koch übernahmen. Die Namensgleichheit des baldigen Chefs ist Zufall - Jens Bodo Koch ist kein Nachfahre aus der Ex-Eigentümerfamilie, die ohnehin längst nicht mehr an Bord ist.

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