Bundesregierung: Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul

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EZB wagt großen Zinsschritt und erfüllt damit die Erwartungen

- Frankfurt - Mit einer deutlichen Leitzinssenkung will die Europäische Zentralbank (EZB) der Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Die EZB nahm den entscheidenden Leitzins für die Eurozone von 2,5 auf 2,0 Prozent zurück. Die EU-Kommission rechnet auch im zweiten und dritten Quartal des laufenden Jahres mit Wachstumsraten von höchstens 0,4 Prozent im Euroraum.

<P>Mit ihrer Entscheidung haben die europäischen Währungshüter die Erwartungen der internationalen Finanzwelt und der Politik erfüllt. Bundesregierung und Volkswirte lobten die Zinssenkung. "Das ist eine Maßnahme, die dazu beitragen wird, die positiven Zeichen der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland zu fördern", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder.</P><P>Die EZB sieht trotz der aktuell labilen Konjunktur keine Deflationsgefahr in Euroland. "Es gibt keine Prognose, die das Risiko einer Deflation im Euroraum sieht", sagte EZB-Präsident Wim Duisenberg. Im gemeinsamen Währungsgebiet werde sich die Inflationsrate mittelfristig auf knapp unter 2 Prozent einpendeln. Insbesondere in der Bundesrepublik war in den vergangenen Wochen die Sorge aufgekommen, es könne zu einer gefährlichen Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen auf breiter Front und schrumpfender Nachfrage kommen, einer so genannten Deflation.</P><P>Im Euroraum wird die Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission im zweiten und dritten Quartal im schlechtesten Fall - wie schon zu Jahresbeginn - stagnieren. Von Januar bis März registrierte die europäische Statistikbehörde Eurostat ein "Nullwachstum". </P><P>In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft im 1. Quartal um 0,2 Prozent. Deutschland steht damit am Rande einer Rezession.<BR>Die Leitzinssenkung wird wohl nicht unmittelbar fallende Zinsen für die Verbraucher bringen. Zwischen den Entscheidungen der Währungshüter und den Zinskonditionen für Konsumenten und Unternehmen besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. In erster Linie beeinflussen die Notenbanken den kurzfristigen Geldmarkt, an dem sich Kreditinstitute, aber auch große Unternehmen Liquidität verschaffen können. Der Zinsdruck der Institute nimmt zwar zu, die Reaktion wird aber häufig vom Handeln der Wettbewerber abhängig gemacht.<BR></P>

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