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Blick auf US-Fahnen an der Fassade der Börse in der Wallstreet in New York

Wall Street: 2010 war das zweitbestes Jahr

New York - An der Wall Street läuft es wie geschmiert: Finanzfirmen haben mit ihren Geschäften 2010 insgesamt rund 20 Milliarend Euro verdient. Nur in einem anderen Jahr wurde noch mehr Geld gescheffelt.

Nach Berechnungen des obersten New Yorker Finanzbeamten Thomas DiNapoli haben die Finanzfirmen mit ihren Geschäften am wichtigsten Handelsplatz der Welt im vergangenen Jahr insgesamt 27,6 Milliarden Dollar (20 Mrd Euro) verdient. Das ist das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.

Nur in einem einzigen Jahr scheffelten die Banken und Handelshäuser noch mehr Geld: Ausgerechnet 2009, als der Staat die trudelnde Branche mit milliardenschweren Hilfen aufpäppelte und die Notenbanken die Märkte mit billigem Geld fluteten, kassierten die Wall-Street-Firmen sage und schreibe 61,4 Milliarden Dollar.

Eine Milliarde - wieviel ist das?

Eine Milliarde - wieviel ist das?

Die größten Nutznießer der guten Geschäfte sind die rund 160 000 Banker und sonstigen Finanzjongleure in New York City: Ihr Gehalt stieg nach vorläufigen Erhebungen um 6 Prozent. Alleine der durchschnittliche Bonus pro Kopf betrug in Bargeld 128 530 Dollar, wie DiNapoli schätzt.

Hinzu kommt das Festgehalt sowie vermehrt Boni in Aktien, die meist Jahre gehalten werden müssen. Das soll das Streben nach kurzfristigen, hohen Gewinnen eindämmen und damit die Bereitschaft zu unkalkulierbaren Risiken senken. 2006 hatte der Barbonus in der Spitze noch bei 191 360 Dollar gelegen.

Die Stadt New York bestreitet in diesem Jahr 13 Prozent ihres Haushalts mit Steuereinnahmen aus der Finanzindustrie. Unter anderem weil die Banken die Boni in Bar zurückschrauben, nimmt die Metropole aber weniger ein als früher, wie DiNapoli einräumte. Allerdings hofft er auf saftige Zuflüsse in den kommenden Jahren, wenn die Banker ihre erhaltenen Aktien zu Geld machen dürfen.

dpa

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